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Kultur im Rest der Welt Bilder von Wolfgang Herrndorf in Stade
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14:43 22.06.2017
Was viele nicht wissen: Der Schriftsteller Wolfgang Herrndorf zeichnete auch. Quelle: Patrick Seeger
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Stade

Wolfgang Herrndorf ist vor allem durch seinen Roman „Tschick“ bekannt. Doch der 2013 gestorbene Schriftsteller arbeitete auch als Maler und Zeichner.

Die Ausstellung „Das unbekannte Kapitel. Wolfgang Herrndorfs Bilder“ im Kunsthaus des niedersächsischen Stade soll das nun ändern. Dabei werden von diesem Samstag (24. Juni) an mehr als 140 Arbeiten wie Porträts, Landschaftsbilder und Karikaturen präsentiert, wie die Sprecherin des Museums mitteilte. Die Werke stammen größtenteils aus dem Nachlass, zudem werden Leihgaben aus privaten Sammlungen gezeigt. Die Schau ist bis zum 3. Oktober geöffnet.

Wolfgang Herrndorf wurde 1965 in Hamburg geboren und studierte Kunst in Nürnberg. Später zog er nach Berlin, wo er unter anderem für das Satiremagazin „Titanic“ zeichnete. „Es ist Herrndorfs unbestechlicher Blick gewesen, der die Schönheit der Natur, aber auch die Skurrilität des Lebens und die bizarren Facetten der menschlichen Gesellschaft aufdeckte“, heißt es in der Ausstellungsbeschreibung.

Einem großen Publikum wurde der Künstler durch seine 2010 veröffentlichte komisch-traurige Abenteurergeschichte „Tschick“ bekannt. Das Werk wurde auf Theaterbühnen aufgeführt und vom Regisseur Fatih Akin verfilmt. Im Erscheinungsjahr des Bestsellers stellten Ärzte bei Herrndorf einen unheilbaren Hirntumor fest, 2013 nahm er sich nach langem Kampf gegen die Krankheit im Alter von 48 Jahren das Leben.

dpa

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