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Kultur im Rest der Welt Die Toten Hosen und Kettcar landen Klickhits
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12:52 13.08.2017
Campino von den Toten Hosen bei Rock am Ring. Quelle: Thomas Frey
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Berlin

Zwei Musikvideos deutscher Bands haben am Wochenende für Aufsehen gesorgt.

DIE TOTEN HOSEN: Im Clip zum Lied „Wannsee“ hat ausgerechnet Ärzte-Bassist Rodrigo Gonzalez einen Gastauftritt - nach jahrzehntelang gepflegter Band-Rivalität der beiden Bands. Am Freitag posteten die Hosen das Video bei Facebook und Tausende klickten es an oder kommentierten. Darin sitzen die Punkrocker Campino und Co im Pfadfinder-Look auf einem Zeltplatz und musizieren. Plötzlich tritt Rod an die Band heran und sagt „Ruhe hier! - Scheiß-Mucke!“ Seit der Veröffentlichung am 7.7. hat das Video etwa 1,3 Millionen Aufrufe allein beim YouTube-Kanal der Toten Hosen erfahren. Die „Bild“ kommentierte dieses selbstironische Video mit den Worten: „Eine Hommage an die ewige Rivalität der beiden Kult-Bands aus Düsseldorf und Berlin – und die Fans lieben es.“ Die Zeitung „Express“ freute sich: „Es ist eine kleine Sensation!“

KETTCAR: Rechtzeitig zum 56. Jahrestag des Mauerbaus in Berlin am Sonntag (13.8.) veröffentlichte die Hamburger Rockband Kettcar ihr Video zum neuen Lied „Sommer '89 (Er schnitt Löcher in den Zaun)“, das eine Geschichte mit Datum 12. August 1989 erzählt - und zwar von einem Hamburger, der mit einem Bolzenschneider an die Grenze von Österreich nach Ungarn reist und die damalige hart gesicherte Grenze für drei DDR-Familien öffnet. Fans kommentierten begeistert. Allein beim YouTube-Kanal des Labels Grand Hotel van Cleef wurde das Video innerhalb der ersten gut 24 Stunden mehr als 100 000 mal aufgerufen. Das Magazin „Musikexpress“ meinte: „"Sommer ’89 (Er schnitt Löcher in den Zaun)" ist ein Kommentar zur Flüchtlingshilfe.“ Die Band selber zitierte bei Facebook etwa die Schriftstellerin Juli Zeh („Alle reden über Flüchtlinge. Kettcar auch. Ein Song wie gute Literatur.“) oder den Musikerkollegen und Tocotronic-Kopf Dirk von Lowtzow („Gesungene Geschichte, die deutlich macht, dass Fluchthelfer*innen damals wie heute gebraucht werden.“).

dpa

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