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Kultur im Rest der Welt Ethan Hawke in Locarno
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22:32 08.08.2018
Ethan Hawke kam mit seinem Film Blaze“ nach Locarno. Quelle: Alexandra Wey
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Locarno

Hollywood-Star Ethan Hawke („Boyhood“) ist zum 71. Filmfestival Locarno an den Lago Maggiore gekommen. Der 47-jährige Schriftsteller, Schauspieler und Regisseur zeigt dort außerhalb der Wettbewerbe den von ihm inszenierten Spielfilm „Blaze“ über den weithin vergessenen Singer-Songwriter Blaze Foley (1949-1989).

Am Mittwochabend wurde er zudem mit einem Ehrenpreis des schweizerischen Festivals ausgezeichnet. Er nahm den Exzellenz Award am Mittwochabend mit strahlendem Lächeln und Siegerpose entgegen. „Ich bin stolz auf diesen Ehren-Leoparden“, sagte der 47-Jährige und fügte hinzu: „Ich liebe, was ich mache. Es ist toll, dafür ausgezeichnet zu werden. Das bestärkt mich darin, weiterzumachen, nicht aufzugeben.“

Schmunzelnd ergänzte Hawke: „Wie ich schon oft gesagt habe: Meine Arbeit ist mein Leben, sie ist ein Teil von mir. Da ist es fast so, als würde ich dafür ausgezeichnet, dass ich eine Nase, zwei Augen und einen Mund habe.“ Mit Blick auf die fast 8000 Zuschauer, die ihm zujubelten, sagte er: „Es ist für mich ungemein inspirierend, hier das Kino zu feiern, mit so vielen Menschen aus so vielen Generationen, die das Kino lieben.“

Der Excellence Award wird seit 2004 an Schauspielerinnen und Schauspieler verliehen, die „durch ihr Schaffen und ihr Talent einen einzigartigen Beitrag zur Filmkultur leisten“. Zu den bisherigen Preisträgern gehören Juliette Binoche, Isabelle Huppert und John Malkovich.

Es sei ihm darauf angekommen, „einen Film über einen Musiker zu machen, bei dem die Musik die Hauptrolle spielt“, sagte Hawke auf einer Pressekonferenz. Gefragt, ob der Film auch eine politische Botschaft habe, antwortete er: „Das Leben an sich ist Politik, unser aller Leben. Wenn wir in einem Film über uns und unser Leben erzählen, sind wir automatisch politisch.“

Ruhm interessiere ihn nicht, sagte Hawke: „Ich mache, was ich machen muss. Jetzt also diesen Film. Dabei erfüllt es mich mit Stolz, wenn die Zuschauer das Gefühl bekommen, regelrecht in den Film hineinkriechen zu wollen.“ Als das Wesentliche beim Filmdreh nannte er die Teamarbeit: „Das Miteinander, das gemeinsame Arbeiten, ist für mich das Entscheidende.“

dpa

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