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Kultur im Rest der Welt Europäischer Filmpreis: Paula Beer und Josef Hader nominiert
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14:32 04.11.2017
Für ihre Rolle in dem Drama „Frantz“ ist die Schauspielerin Paula Beer beim Filmfestival in Sevill nominiert worden. Foto:
Sevilla

Nun steht es fest: Die deutsche Schauspielerin Paula Beer ist für ihre Rolle in dem Drama „Frantz“ für den Europäischen Filmpreis nominiert worden.

Die bereits beim Filmfestival in Venedig  gefeierte Beer („Poll“) konkurriert in der Kategorie unter anderem mit den französischen Stars Isabelle Huppert („Happy End“) und Juliette Binoche („Meine schöne innere Sonne - Isabelle und ihre Liebhaber“), wie die Europäische Filmakademie am Samstag beim Filmfestival in Sevilla mitteilte.

Chancen auf einen Preis als bester Schauspieler hat der Österreicher Josef Hader für seine Rolle als Stefan Zweig in Maria Schraders Filmbiografie „Vor der Morgenröte“. Haders Konkurrenten sind unter anderem der irische Hollywoodstar Colin Farrell („The Killing of a Sacred Deer“) und der französische Altmeister Jean-Louis Trintignant („Happy End“).

In der Kategorie Bester Dokumentarfilm geht die deutsche Produktion „Austerlitz“ des ukrainischen Regisseurs Sergei Loznitsa an den Start. Loznitsa beobachtet in seinem Film Besucher von KZ-Gedenkstätten. Bereits bekannt waren die Anwärter in der Kategorie Beste Komödie, in der unter anderem der deutsche Flüchtlingsfilm „Willkommen bei den Hartmanns“ von Simon Verhoeven im Rennen ist.

Nachdem im vergangenen Jahr Maren Ade mit ihrem Vater-Tochter-Drama „Toni Erdmann“ den Preis für den besten europäischen Spielfilm gewann, hat Deutschland dieses Mal in der Königskategorie keine Chance. Filme von Regisseuren aus Frankreich, Schweden, Russland, Finnland und Ungarn gehen in der Sparte Bester Spielfilm an den Start.

Dazu gehören der Berlinale-Gewinner „Körper und Seele“ von Ildiko Enyedi und der Cannes-Gewinner „The Square“ von Ruben Östlund, der außerdem auch Chancen auf die Trophäe in der Sparte Beste Europäische Komödie hat. Nominiert für den besten Spielfilm sind auch „Die andere Seite der Hoffnung“ von Aki Kaurismäki, „120 BPM“ von Robin Campillo und „Loveless“ von Andrey Zvyagintsev.

Filmpreis-Anwärterin Paula Beer spielt in „Frantz“ eine junge Frau, die kurz nach dem Ersten Weltkrieg in einem kleinen deutschen Dorf jeden Tag das Grab ihrer großen Liebe Frantz besucht. Dort begegnet sie einem jungen Franzosen, dessen Schicksal mit Frantz verstrickt ist. Beer erhielt für ihre Rolle in dem Film des Franzosen Francois Ozon bereits den Nachwuchspreis bei den Filmfestspielen in Venedig. Beim Europäischen Filmpreis ist Ozon für „Frantz“ auch für das beste Drehbuch nominiert.

Über die Sieger in den einzelnen Kategorien stimmen nun die mehr als 3000 Mitglieder der Europäischen Filmakademie ab. Am 9. Dezember werden die Filmpreis-Gewinner bei einer Gala im Haus der Berliner Festspiele bekanntgegeben.

dpa

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