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Kultur im Rest der Welt Filmfest Hamburg zeigt zum Jubiläum 130 Filme
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16:38 02.10.2017
Die Hansestadt steht ganz im Zeichen des Films. Quelle: Christophe Gateau
Hamburg

Ein 90-jähriger Eigenbrötler abgeschieden in der Wüste Arizonas, ein smarter Museumskurator im schillernden Kosmos der modernen Kunst: Das Filmfest Hamburg nimmt seine Besucher von diesem Donnerstag an mit auf Reisen in die unterschiedlichsten Welten zu den verschiedensten Themen.

„Lucky“ ist der Eigenbrötler - mit dem gleichnamigen Werk von John Carroll Lynch beginnt das Festival. Als Abschlussfilm ist am 14. Oktober die schwedische Gesellschaftssatire „The Square“ über einen Museumskurator zu sehen, die bei den Filmfestspielen Cannes die Goldene Palme gewonnen hatte. Dazwischen liegen knapp 130 Produktionen aus fast 60 Ländern und ein Preis für Wim Wenders.

Zum 25. Mal geht das Filmfest über die Bühne. Um die 40 000 Gäste verzeichnet das Festival inzwischen. In fünf Kinos auf acht Leinwänden sowie in drei Kinos außerhalb der Hansestadt (Lüneburg, Bargteheide und Schwerin) zeigt es seine Beiträge. Die elf Sektionen reichen von Sparten für das politische Kino über europäische Publikumserfolge und Filmkulturen aus Fernost bis hin zur Hamburger Filmschau. Auch Fernsehproduktionen sind wieder mit „16:9“ am Start.

16 Weltpremieren stehen auf dem Programm - und viele Prominente auf der Gästeliste. Regisseur Wenders (72) etwa erhält mit dem Douglas-Sirk-Preis die wichtigste der zehn Auszeichnungen des Festivals und stellt sein Werk „Submergence“ vor.

Die Schauspieler Lars Eidinger und Jürgen Vogel präsentieren ebenfalls ihre neuen Filme: Eidinger spielt den jungen Zar Nikolaj in dem russischen Film „Mathilde“, Vogel den Gletscher-Mann Ötzi in „Der Mann aus dem Eis“. Regisseur Volker Schlöndorff zeigt „Der namenlose Tag“, sein französischer Kollege Francois Ozon „L'Amant Double“ und die französische Sängerin und Schauspielerin Vanessa Paradis „Dog“.

Das parallel stattfindende Kinder- und Jugendfilmfest Michel (6. bis 14. Oktober) feiert mit seiner 15. Ausgabe ebenfalls ein kleines Jubiläum. Insgesamt acht Filme gehen ins Rennen um den Michel-Filmpreis.

Bei der Filmfest-Eröffnung am Donnerstagabend will US-Schauspieler John Carroll Lynch sein Regiedebüt „Lucky“ vorstellen. Darin übernahm der vor kurzem im Alter von 91 Jahren gestorbene Harry Dean Stanton die Hauptrolle.

dpa

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