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Kultur im Rest der Welt „Operation: 12 Strong“ – Das heroische Dutzend
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05:02 08.03.2018
Vergeltung für den Angriff auf die Türme: Nach dem 11. September zieht es den Familienvater Mitch Nelson (Chris Hemsworth) nach Afghanistan. Quelle: Foto: Concorde
Hannover

Afghanistan gilt gemeinhin als Friedhof der Großmächte. Doch die 12 Männer einer US-Spezialeinheit, die kurz nach den Anschlägen von 9/11 dabei halfen, die Taliban aus der im Norden des Landes gelegenen Stadt Mazar-i-Sharif zu vertreiben, kehrten alle lebend in ihre Heimat zurück. „Operation: 12 Strong“ erzählt nun 17 Jahre danach die Geschichte ihres Einsatzes.

Eine Allianz auf Zeit mit gefährlichen Freunden

Als Familienvater Mitch Nelson (Chris Hemsworth) die Bilder vom einstürzenden World Trade Center sieht, hält ihn nichts mehr in seinem Schreibtischjob, in den er sich hatte versetzen lassen. Den kriegsunerfahrenen Captain zieht es zu seinem Team zurück, das schließlich für die heikle Mission im Kampf gegen die Taliban auserkoren wird, die Osama bin Laden und seiner Al Kaida Unterschlupf gewähren. Vor Ort soll er vom Boden aus die US-Luftangriffe koordinieren und mit seinen Leuten den Usbeken-Warlord Dostum (Navid Neghaban) unterstützen, einen General der talibanfeindlichen Nordallianz, die das strategisch wichtige Mazar-i-Sharif erobern will.

Kein plumpes Krawallkino wie sonst bei Bruckheimer

Für ein Werk des auf Krawallkino spezialisierten Produzenten Jerry Bruckheimer ist der Film recht differenziert. Jedenfalls abseits von Detonationen und Digitalblutgespritze sowie der ungebrochenen Heldenhuldigung der durchweg sympathisch erscheinenden glorreichen Zwölf, deren Anführer allen voran in den entscheidenden Kampf reitet. Die besonderen Bedingungen des Einsatzes werden ausgiebig erörtert, die kulturellen Unterschiede zwischen den Verbündeten keineswegs unter den Teppich gekehrt. Zudem erweist sich General Dostum, dessen Respekt sich Nelson erst verdienen muss, als nicht unproblematischer Kriegsgenosse. Er verfolgt auch ganz eigene Interessen.

Dostum ist letztlich der einzige, der neben dem Chef des heroischen US-Dutzends schärfere Konturen gewinnt. Der vierschrötige Usbeken-Führer darf den Amis am Ende des Films denn auch einen prophetischen Ausblick auf das geben, was sie erwartet: „Bald werdet ihr nur ein weiterer Stamm in dieser Gegend sein. Wenn ihr geht, seid ihr Feiglinge, wenn ihr bleibt, Feinde.“

Von Jörg Brandes / RND

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