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Kultur im Rest der Welt Früherer Berliner Museumsdirektor Menghin gestorben
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10:51 01.07.2013
Wilfried Menghin ist tot. Foto: Arno Burgi
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Berlin

Er wurde 71 Jahre alt.

Menghin starb bereits am 19. Juni, wie aus den am Wochenende veröffentlichten Todesanzeigen (u.a. im Berliner „Tagesspiegel“) seiner Familie und der Stiftung Preußischer Kulturbesitz hervorgeht.

Menghin war von 1990 bis 2008 Direktor des Frühgeschichtlichen Museums in Berlin. Er krönte sein Lebenswerk mit der Wiedereröffnung des Neuen Museums im Jahr 2009 mit der Büste der Nofretete in der Ägyptischen Sammlung und Beständen aus dem Schatz des Priamos.

„Bis heute kümmerte er sich mit vollem Engagement um den Verbleib der seit Kriegsende vermissten Sammlungsbestände wie die Trojasammlung, seit seiner Pensionierung als Sonderbeauftragter des Präsidenten der Stiftung“, heißt es in einem Nachruf von Stiftungspräsident Hermann Parzinger und dem Generaldirektor der Staatlichen Museen zu Berlin, Michael Eissenhauer. „Mit den Kooperationsprojekten "Russen und Deutsche" sowie "Bronzezeit" in Berlin, Moskau und Sankt Petersburg festigte er dabei insbesondere die deutsch-russische Zusammenarbeit im Museumsbereich, an deren Aufbau er über Jahrzehnte maßgeblichen Anteil hatte.“

Eine gemeinsame Schau mit Beutekunst mit dem Titel „Bronzezeit - Europa ohne Grenzen“, darunter der von Deutschland begehrte Goldschatz von Eberswalde, war am 21. Juni in St. Petersburg von Kremlchef Wladimir Putin und Bundeskanzlerin Angela Merkel eröffnet worden. Sehr zum Missfallen der russischen Gastgeber hatte Merkel die Haltung der Bundesregierung bekräftigt, dass die umstrittenen, bei Kriegsende von der Roten Armee aus Berlin nach Moskau verbrachten Ausstellungsstücke wieder zurück nach Deutschland kommen sollten.

Menghins Karriere hatte ihn über das Germanische Nationalmuseum Nürnberg zur Preußenstiftung in Berlin geführt, wo er 1990 das Museum für Vor- und Frühgeschichte der Staatlichen Museen übernahm und prägte.

Stiftung Preußischer Kulturbesitz

dpa

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