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Kultur im Rest der Welt „Im Labyrinth des Schweigens“ hat Chancen auf Oscar
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13:42 19.12.2015
Regisseur Giulio Ricciarelli kann sich Hoffnungen machen. Quelle: Ursula Düren
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Los Angeles

Deutschland kann weiter auf einen Auslands-Oscar hoffen.

Der Film „Im Labyrinth des Schweigens“ von Regisseur Giulio Ricciarelli über die Frankfurter Auschwitz-Prozesse schaffte es auf die Shortlist von insgesamt neun Kandidaten, wie die Oscar-Akademie im kalifornischen Beverly Hills mitteilte. 80 Länder hatten sich für 2016 um den Oscar in der Sparte „nicht-englischsprachiger Film“ beworben.

Neben Deutschland kamen Frankreich („Mustang“), Ungarn („Son of Saul“), Finnland („Die Kinder des Fechters“), Belgien („Das brandneue Testament“), Kolumbien („Der Schamane und die Schlange“), Dänemark („War“), Irland („Viva“) und Jordanien („Theeb“) in die Vorauswahl.

Bei der vergangenen Oscar-Verleihung hatte es der deutsche Film „Die geliebten Schwestern“ von Dominik Graf nicht in die Vorauswahl der neun Kandidaten geschafft.

„Im Labyrinth des Schweigens“ dreht sich um die fiktive  Geschichte eines jungen Staatsanwaltes (Alexander Fehling), der in den frühen Wirtschaftswunderjahren der Bundesrepublik Deutschland nach Zeugen und Tätern der Verbrechen im Konzentrationslager Auschwitz sucht. Der Frankfurter Auschwitz-Prozess war ein juristischer Meilenstein in der Aufarbeitung des Holocaust. Nach Angaben von German Films in München, der Auslandsvertretung des deutschen Films, hat „Im Labyrinth des Schweigens“ in den USA bislang knapp 740 000 US-Dollar eingespielt.

Erst dreimal ging der „Auslands-Oscar“ nach Deutschland. 1980 holte Volker Schlöndorffs Verfilmung des Günter-Grass-Romans „Die Blechtrommel“ die Trophäe, Caroline Link triumphierte 2003 mit „Nirgendwo in Afrika“, und Florian Henckel von Donnersmarck gewann 2007 mit seinem Stasi-Drama „Das Leben der Anderen“.

Am 14. Januar gibt die Academy of Motion Picture Arts and Sciences bekannt, welche fünf Filme in die Endauswahl kommen. Die Preisverleihung geht dann am 28. Februar über die Bühne.


Film-Akademie

dpa

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