Menü
Lübecker Nachrichten | Ihre Zeitung aus Lübeck
Anmelden
Kultur im Rest der Welt Julio Iglesias singt für Regime von Äquatorialguinea
Nachrichten Kultur Kultur im Rest der Welt Julio Iglesias singt für Regime von Äquatorialguinea
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
17:21 18.10.2012
Anzeige
Madrid

Immer wieder sorgen Auftritte von Künstlern vor Diktatoren für Unmut. Jetzt hat sich der spanische Sänger Julio Iglesias mit einer Darbietung vor einem afrikanischen Diktator Kritik eingehandelt.

Der spanische Schlagersänger Julio Iglesias ist wegen eines Auftritts vor dem Regime in Äquatorialguinea in die Kritik geraten. In dem westafrikanischen Staat war der 69-Jährige vor wenigen Tagen in geschlossener Gesellschaft vor Teodorín Obiang, dem Sohn des Diktators Teodoro Obiang und Vizepräsidenten des Landes, aufgetreten, wie die Zeitung „El País“ am Samstag berichtete. Viele Leser der auflagenstärksten spanischen Zeitung reagierten im Internet mit Empörung und beschimpften Iglesias als „unverschämte“ und „gewissenlose“ Person.

Die französische Justiz hatte einen Haftbefehl gegen Teodorín Obiang erlassen. Dem 43-Jährigen werden unter anderem Veruntreuung öffentlicher Gelder, Geldwäsche und Vertrauensbruch vorgeworfen. Ein Pariser Gerichtshof hat ein 5000 Quadratmeter großes Gebäude in Besitz des Diktatorsohnes am Pariser Prachtboulevard Marechal Foch mit einem Embargo belegt.

Bei dem exklusiven Auftritt von Iglesias in Malabo, der Hauptstadt von Äquatorialguinea, waren dem Zeitungsbericht zufolge neben Teodorín Obiang alle Minister der Regierung sowie die Ehefrauen der Präsidenten Ghanas und Simbabwes anwesend. Zudem waren Vertreter von Botschaften aus 50 Ländern gekommen. Die Eintrittskarte kostete 750 Euro. Für viele Einwohner dieser ehemaligen spanischen Kolonie entspricht diese Summe zwei Jahresgehältern. Das Land ist reich an Erdöl- und Gasvorkommen, hat aber gleichzeitig eine hohe Armutsquote.

Die Nicht-Regierungsorganisation Human Rights Watch hatte vergebens versucht, Iglesias von seiner Reise in das nach ihren Angaben korrupte und diktatorisch regierte Land abzuhalten. Der Sänger sagte „El País“ dem Bericht zufolge telefonisch, niemand habe ihn auf Teodorín Obiangs Probleme mit der Justiz aufmerksam gemacht.

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 22:00 und 07:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

Quelle: Spiegel

20.10.2012

Lena (21), deren neues Album „Stardust“ am Freitag auf den Markt gekommen ist, will im Frühling 2013 auch wieder auf Tournee gehen.

18.10.2012

Die amerikanische R&B-Sängerin Rihanna hat den Namen ihres neuen Albums preisgegeben: Am 19. November kommt „Unapologetic“ auf den Markt, wie die 24-Jährige auf ihrer Internetseite mitteilte.

18.10.2012
Anzeige