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Kultur im Rest der Welt Kiefer Sutherland als Country-Musiker auf Tour
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09:52 07.06.2017
Viel Beifall für Kiefer Sutherland im Hamburger Mojo Club. Quelle: Christophe Gateau
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Hamburg

Eher zaghaft kommt er auf die Bühne, prostet den Fans mit seinem Wasserglas zu und setzt dann ohne Umschweife zu seinem ersten Song an. Denn genau dafür ist er heute Abend hier, um Musik zu machen.

Dass viele Menschen Kiefer Sutherland nur als Schauspieler kennen, scheint den 50-jährigen Hollywood-Star nicht zu interessieren.

Der Auftritt in Hamburg ist Sutherlands erstes Konzert in Deutschland. Gemeinsam mit seiner vierköpfigen Band präsentiert er sein rockiges Country-Album „Down In A Hole“. Passend zum Titel findet der Auftritt in einem Kellerclub auf der Reeperbahn statt. Rund 800 Menschen drängen sich in dem ausgebuchtem Club, die guten Plätze sind rar. Das Publikum ist neugierig und jubelt dem Film- und Fernseh-Helden zu.

Ein Schauspieler, der sich als Country-Sänger probiert? Das wollten sich Lutz (46) und seine Frau Catharina (28) auf keinen Fall entgehen lassen. Obwohl Catharina im neunten Monat schwanger ist, hat sich das Ehepaar aus Hannover auf den Weg in die Hansestadt gemacht. „Wir sind große Fans von Sutherland“, sagt Lutz und schwärmt von der aktuellen Rolle des Künstlers in der Serie „Designated Survivor“.

Der Sohn von Schauspieler Donald Sutherland gehört zu den bestbezahltesten Fernsehdarstellern der Welt. Trotzdem ist bei seinem Auftritt von Hollywood-Allüren nichts zu spüren. Mit lockerer Jeans und hochgekrempelten Ärmeln, die den Blick auf seine tätowierten Oberarme freigeben, gibt sich der Künstler überraschend entspannt. Das spiegelt sich in dem gesamten Auftritt wider: Keine aufwendige Bühnenshow, Lichteffekte oder Backgroundsänger, sondern einfach nur Sutherland und seine Band.

Anstelle einer pompösen Show gibt der Kanadier in seinem rund eineinhalbstündigem Auftritt einen ganz persönlichen Einblick in sein Leben. Mit unterhaltsamen aber auch traurigen Anekdoten kündigt er nahezu jedes Lied an. Er erzählt von seiner Zwillingsschwester Rachel, seinem berühmten Vater und der Trennung seiner Eltern.

Besonders unter die Haut gehen seine Worte zum Song „Truth in Your Eyes“, den er komponierte, als er einen wichtigen Menschen verlor. Die Mehrheit seiner Lieder ist jedoch mehr rockiger Natur. Das Publikum wippt und klatscht entspannt mit - allerdings wird kaum getanzt. Das könnte zwar auch an der Hitze in dem überfülltem Kellerclub liegen.

Dennoch erntet der charismatische Künstler am Ende tosenden Applaus. Drei Lieder spielt er als Zugabe, darunter auch Bob Dylans „Knockin’ On Heaven's Door“. Auf der Bühne erinnerte höchstens die markante Stimme des Künstlers an seine Rolle als Agent Jack Bauer in der Fernsehserie „24“ - ansonsten ist dem Schauspieler der Rollenwechsel mit Bravour gelungen.

dpa

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