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Kultur im Rest der Welt Kiss machen „Monster“-Alarm
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10:39 12.10.2012
New York

Mehr als 100 Millionen verkaufte Alben, fast 40 Jahre Bandgeschichte und unzählige ausverkaufte Welttourneen: Die Musiker von Kiss sind die Platzhirsche des Gitarren-Rock.

In den vergangenen Jahren war es etwas ruhiger um die Hardrocker geworden, aber jetzt hat sich die schrille Formation mit ihrem 20. Studioalbum zurückgemeldet. Der Titel ist Programm: „Monster“. „Das könnte eben nie der Albumtitel von einem Popsternchen wie Justin Bieber sein. Wir wollten keinerlei Kompromisse mehr machen, sondern einfach zeigen: Das ist unser Territorium“, sagte Sänger und Bassist Gene Simmons der Nachrichtenagentur dpa. „Das Album ist ein heftiger Tritt in die Eier.“

Simmons und sein Gesangskollege und Gitarrist Paul Stanley sind die Einzigen, die aus der 1973 in New York gegründeten Orginal-Besetzung noch dabei sind. 63 und 60 Jahre alt sind sie inzwischen - aber trotzdem könnten sie es jederzeit mit jüngeren Musikern aufnehmen, da ist sich Simmons sicher. „Wenn ich irgendeine Band voller 20-Jähriger einladen würde, könnte ich ihnen immer zeigen, wie es die richtigen 'Big Boys' machen und sie würden nur noch staunen.“ Kiss seien eben immer noch „eine der größten Bands der Welt“.

Mit „Monster“ kehren die Rock-Dinosaurier zu ihren Ursprüngen zurück. Das Album bietet wenig Experimente - was alteingesessene Kiss-Fans freuen dürfte - sondern soliden Gitarren-Rock. Es kommt mal sehr rockig („Hell or Hallelujah“), mal melodiöser („Back to the Stone Age“), mal etwas ruhiger („Long Way Down“) und mal düster („The Devil is Me“) daher. Der ein oder andere Song wie etwa „Take Me Down Below“ hat durchaus Hymnen-Charakter. Alles klingt mitreißend, leidenschaftlich - und sehr nach Kiss. „Wir wollen niemand anderem hinterherlaufen, sondern immer selbst nach vorne gehen“, sagt Simmons. Das Beste sei, wenn man einfach man selbst bleibe.

In den USA ist „Monster“ bereits überschwänglich gefeiert worden. „Gefährlich gut“ sei das am 5. Oktober erschienene Album, schrieb die „Washington Post“. „Ein Album mit dickem Sound und großem Herz über Partys und die Liebe, aufgenommen von Musikern in ihren frühen Sechzigern mit einem überraschenden Maß an Bissigkeit“, lobte die „Washington Times“. Die „Los Angeles Times“ urteilte, die Platte sei „wild und spaßig“ geworden.

Und der Spaß dürfte noch lange kein Ende haben. Kurz vor ihrem 40. Bandjubiläum, das 2013 ansteht, denken die Musiker noch lange nicht ans Aufhören, sagt Simmons. „Wenn man gerade auf einer richtig guten Party ist und sich total gut amüsiert, will man doch auch nicht gehen.“

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