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Kultur im Rest der Welt Mexikos Musik-Legende Juan Gabriel gestorben
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12:26 02.09.2016
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Mexiko-Stadt

Mexiko trauert um einen seiner international beliebtesten Künstler: Der Sänger und Komponist Juan Gabriel ist im Alter von 66 Jahren gestorben.

Er sei in seinem Haus in Santa Monica im US-Bundesstaat Kalifornien einem Herzinfarkt erlegen, berichteten mexikanische Medien am Sonntag (Ortszeit) unter Berufung auf sein Management. „El Divo de Juárez“ (Der Göttliche von Juárez), wie er genannt wurde, verkaufte rund 45 Millionen Alben und komponierte etwa 600 Lieder. Künstler wie Julio Iglesias und Plácido Domingo sangen seine romantischen Balladen.

Juan Gabriel war zuletzt am Freitag in Los Angeles aufgetreten und wollte den Berichten zufolge am Sonntag in El Paso (Texas) ein Konzert geben. Mexikos Präsident Enrique Peña Nieto würdigte ihn als „eine der großen Ikonen“ des Landes. „Seine Stimme und sein Talent repräsentierten Mexiko. Seine Musik bleibt der Welt als Vermächtnis“, schrieb er auf Twitter. Trauerbekundungen kamen auch aus anderen Ländern Lateinamerikas sowie aus Spanien und den USA, wo Juan Gabriel zahllose Fans hatte.

Juan Gabriels Repertoire reichte von Boleros bis zur traditionellen mexikanischen Mariachi-Musik. Zu seinen bekanntesten Stücken zählen „Amor eterno“ („Ewige Liebe“), „Hasta que te conocí“ („Bis ich Dich kennenlernte“) oder „Se me olvidó otra vez“ („Ich habe es wieder vergessen“). Alberto Aguilera Valadez, so sein richtiger Name, wuchs als Halbwaise in armen Verhältnissen in Ciudad Juárez an der Grenze zu den USA auf. Mit 13 Jahren türmte der Jüngste von zehn Geschwistern aus dem Heim, um sein Glück als Künstler zu versuchen.

In Mexiko-Stadt landete er vorübergehend wegen Diebstahls im Gefängnis, kam aber mangels Beweisen wieder frei. 1971 brachte er schließlich seine erste Schallplatte heraus: „No tengo dinero“ (Ich habe kein Geld). In diesem Jahr feierte „Juanga“, wie ihn seine Fans nennen, sein 45. Bühnenjubiläum. In Mexiko-Stadt hatte er im Mai ein mehr als sechsstündiges Konzert gegeben, im mexikanischen Fernsehen lief kürzlich eine Serie über sein Leben.

Sein Künstlername bestand aus dem Vornamen eines Lehrers, der ihm im Heim etwas Handwerk beibrachte, und dem seines verstorbenen Vaters Gabriel. Er selbst gab sich bescheiden: „Ich halte mich nicht für jemand Außergewöhnlichen. Ich bin einer der vielen Glücklichen, die an die Selbstverwirklichung glauben.“

dpa

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