Menü
Lübecker Nachrichten | Ihre Zeitung aus Lübeck
Anmelden
Kultur im Rest der Welt Österreichisches Jugenddrama gewinnt Max Ophüls Preis
Nachrichten Kultur Kultur im Rest der Welt Österreichisches Jugenddrama gewinnt Max Ophüls Preis
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
15:21 25.01.2016
Der österreichische Regisseur Stephan Richter mit seiner Trophäe. Quelle: Oliver Dietze
Anzeige
Saarbrücken

Das österreichische Jugenddrama „Einer von uns“ des Regisseurs Stephan Richter hat den Max Ophüls Preis (MOP) 2016 gewonnen. Richter erhielt am Samstag in Saarbrücken den mit 36 000 Euro dotierten Preis für seinen auf einer wahren Begebenheit basierenden Spielfilm.

Der Regisseur zeige „eindrucksvoll die Perspektivlosigkeit von Menschen, die sich tagtäglich in einem Niemandsland, zwischen prall gefüllten Supermarkt-Regalen und der trostlosen Leere drumherum wieder finden“, urteilte die Jury.

In dem 86 Minuten langen Streifen erzählt der 1980 in Dresden geborene Richter die Geschichte des 14-jährigen Julian (Jack Hofer), der auf einem trostlosen Supermarktparkplatz mit Kumpels rumhängt. Als er zusammen mit dem gerade aus dem Jugendgefängnis entlassenen Marko (Simon Morzé) in die bunte Warenwelt einbricht, endet das Abenteuer für ihn tödlich. Ein ähnliches Schicksal eines Jugendlichen hatte 2009 hohe Wellen in Österreich geschlagen.

Die Gala zur Preisverleihung am Samstagabend war über weite Strecken von den Emotionen angesichts des Weggangs der langjährigen künstlerischen Leiterin Gabriella Bandel geprägt. Filmschaffende und Cineasten applaudierten minutenlangen im Stehen, als Bandel mit Tränen in den Augen die Bühne betrat. Bei der Rede von Saarbrückens Oberbürgermeisterin Charlotte Britz ertönten dagegen laute Pfiffe und Buhrufe. Sie erklärte, die Finanzierung des MOP bleibe gesichert.

Als beste Nachwuchsdarstellerin wurde Odine Johne für ihre Rolle in „Agnes“ ausgezeichnet. Der Hauptdarsteller des Spielfilms „Rockabilly Requiem“, Ben Münchow, wurde als bester Nachwuchsschauspieler geehrt. Den vom Saarländischen Rundfunk und vom ZDF vergebene Fritz-Raff-Drehbuchpreis erhielten die Autorinnen Paula Cvjetkovic und Bernadette Knoller für ihren Streifen „Ferien“.

In der Festivalwoche liefen mehr als 160 Filme in Saarbrücker Kinos, davon 65 im Wettbewerb. Insgesamt wurden 15 mit insgesamt rund 110 000 Euro dotierte Preise vergeben. Die 37. Auflage des Traditionsfestivals sollte am Sonntag zu Ende gehen.


Max-Ophüls-Festival

dpa

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 23:00 und 06:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

Der Steinbeck-Roman „Früchte des Zorns“ ist als Flüchtlings-Parabel am Hamburger Thalia Theater zu erleben. Die Premiere der Inszenierung von Luk Perceval leitet die diesjährigen „Lessingtage“ ein.

25.01.2016

Eigentlich geht Malcolm nur zu der Party des Drogendealers, weil er der jungen Nakia näherkommen will.

25.01.2016

Sebastian, der zehn Jahre alt ist und in einem Bergdorf lebt, muss als Waisenjunge ohne Eltern zurechtkommen. Am liebsten tollt er mit seiner geliebten Hündin, genannt Belle, durch die Natur.

01.02.2016
Anzeige