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Preußenstiftung in „dramatischer Finanzlage“

Berlin Preußenstiftung in „dramatischer Finanzlage“

Die Stiftung Preußischer Kulturbesitz ist ein Mammutbetrieb: Sie verantwortet die Staatlichen Museen zu Berlin, die Staatsbibliothek, das Geheime Staatsarchiv, das Ibero-Amerikanische Institut und das Staatliche Institut für Musikforschung. Nachrichten des Jahres.

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Die Baustelle des Berliner Stadtschlosses.

Quelle: Gregor Fischer

Berlin. Die Stiftung Preußischer Kulturbesitz befindet sich eigenen Angaben zufolge mit ihren renommierten Sammlungen und Museen in einer „dramatischen Finanzlage“.

Bereits in diesem Jahr fehlten mehr als 5 Millionen Euro, im kommenden Jahr seien es bis zu 17 Millionen, sagte Stiftungspräsident Hermann Parzinger am Dienstag bei der Jahrespressekonferenz. „Wir sind mit den Sparmaßnahmen an einer Grenze angekommen, wo die Arbeitsfähigkeit beeinträchtigt wird.“

Die Stiftung, eine der größten Kulturinstitutionen weltweit, ist unter anderem für die Museumsinsel mit ihren fünf Häusern zuständig. Die Gesamtausgaben für dieses Jahr sind auf knapp 290 Millionen Euro veranschlagt, gut 106 Millionen Euro entfallen auf Bau- und Sanierungsprojekte. Der Bund und das Land Berlin haben für dieses Jahr ihre Zuschüsse um mehr als 7 Millionen erhöht. Eigentlich wären laut Parzinger aber fast 13 Millionen Euro nötig gewesen. Grund sind unter anderem steigende Personalkosten.

Zuversichtlich zeigte sich Parzinger für das geplante Humboldtforum im wiederaufgebauten Berliner Schloss, dessen Hauptnutzer die Preußenstiftung sein wird. „Wir liegen voll im Plan“, betonte er mit Blick auf den Umzug der eigenen Sammlungen. Aber auch das Gesamtkonzept der Gründungsintendanz unter Leitung des britischen Museumsexperten Neil MacGregor sei auf einem guten Weg.

Parzinger, der auch dem Gründungsteam angehört, räumte jedoch ein, dass er selbst vorübergehend auch „ein bisschen ungeduldig“ gewesen sei. Möglichst rasch müsse jetzt der Nachfolger des zurückgetretenen Baumanagers Manfred Rettig und der neue Geschäftsführer der Kultur-GmbH bestimmt werden: „Die Zeit drängt.“ Das für 590 Millionen Euro geplante Museumszentrum ist das größte Kulturprojekt des Bundes. Es soll 2019 eröffnen. Wie die Betriebskosten von (laut Parzinger) 50 bis 55 Millionen Euro jährlich finanziert werden, ist noch offen.

Beste Nachricht des Jahres ist Museen-Generaldirektor Michael Eissenhauer zufolge die anhaltende Attraktivität der Berliner Sammlungen. Trotz der Schließung des weltberühmten Pergamonaltars blieben im vergangenen Jahr die Besucherzahlen der Staatlichen Museen mit 3,8 Millionen fast stabil (2014: 3,9 Millionen). Das Pergamonsmuseum verteidigte trotz Einbußen seinen Platz als Publikumsmagnet Nummer eins (750 000 Besucher, 2014: 995 000).

In dem renommierten Haus auf der Museumsinsel ist seit Herbst 2014 der Saal mit dem Pergamonaltar wegen Sanierungsarbeiten geschlossen. Auch die Neue Nationalgalerie (2014: 257 000) ist seit Anfang 2015 zu. Für einen Ausgleich sorgten publikumsträchtige Sonderausstellungen wie „Impressionismus. Expressionismus“ in der Alten Nationalgalerie mit fast 250 000 Besuchern oder „The Botticelli Renaissance“ in der Gemäldegalerie mit 190 000 Besuchern. „Es ist nicht alles ganz einfach, aber wir sind hervorragend aufgestellt“, so Eissenhauer.

Gute Nachrichten auch vom langjährigen Sorgenkind, dem zentralen Empfangsgebäude für die Museumsinsel. Die sogenannte James-Simon-Galerie soll nun am 13. April Richtfest feiern, die Eröffnung ist laut Parzinger für 2018 geplant. Ursprünglich sollte das vom britischen Architekten David Chipperfield geplante Haus schon 2013 fertig werden. Schwierigkeiten mit dem Baugrund sorgten mehrmals für Verzögerungen. Beim geplanten neuen Museum der Moderne sollen bis Mitte Februar die Sieger des ersten Ideenwettbewerbs feststehen.

dpa

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