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Kultur im Rest der Welt „Magic Maze Kids“ im Spieletest
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10:51 26.05.2018
“Magic Maze Kids“ ist eine – sehr gelungene – Juniorversion des als Spiel des Jahres 2017 nominierten “Magic Maze“. Quelle: Handout
Leipzig

Man ahnt es: „Magic Maze Kids“ ist eine Juniorversion des als Spiel des Jahres 2017 nominierten „Magic Maze“, das nun behutsam an eine neue, jüngere Zielgruppe angepasst wurde.

Das beginnt bei der kindgerechten Gestaltung, der niedlichen Optik, der anderen Spielgeschichte (im Original waren Fantasy-Chargen auf Raubzug im Einkaufszentrum) und endet schließlich bei der Mechanik.

Geblieben ist jedoch der Charakter als kooperatives Spiel: Alle handeln für dasselbe Ziel, und alle bewegen alle Figuren, aber leider – wie im Original – in jeweils nur eine Himmelsrichtung. Einer darf die Figuren also nur Richtung Norden ziehen, einer nur nach Süden und so weiter.

Magic Maze Kids Quelle: Hersteller

Immerhin sind hier die Spielpläne fest und entstehen nicht erst während der Partie wie bei „Magic Maze“. Und: Die Kinder dürfen sich bei der nicht unerheblichen Koordinationsaufgabe miteinander absprechen – beim Vorbild war Kommunikation nur sehr eingeschränkt möglich.

Vorbildlich ist der Regelaufbau: Neue Mechanismen werden in Miniszenen auf den Rückseiten des Spielplans eingeführt. Am Ende wird die Suche der Figuren nach den Zutaten für ein Gegenmittel auch ein Wettlauf gegen die Zeit. Beim Vorgänger war die Sanduhr von vornherein Bestandteil. So oder so: „Magic Maze“ ist auch in der „Kids“-Version eine spannende, kollektive Knobelei.

Monster mit Knuddelfaktor

In Familien mit kleinen Kindern funktioniert „Magic Maze Kids“ großartig: Man lernt allmählich die Regeln und wird sehr schön an die komplexeren Mechanismen herangeführt. Selbst die irgendwann auftauchenden Monster haben einen hohen Knuddelfaktor. Sie stehen auch nur im Weg herum und müssen behutsam beiseite bugsiert werden. Variable Aufgabenkarten garantieren langen Spielspaß.

Ein Problem hat das Spiel allerdings, das viele kooperative Spiele haben (und das „Magic Maze“ elegant ausschloss): das des sogenannten „Alphaspielers“. Der sagt allen, was sie tun sollen.

In einer wohlmeinenden Familie mag so etwas noch erträglich sein. In reinen Kindergruppen können solche Besserwisser jedoch recht dominant werden. Ein Grund mehr, mal wieder in der Familie zu spielen.

Info: Kasper Lapp: „Magic Maze Kids“. Sit down!, für zwei bis vier Spieler ab fünf Jahren, etwa 35 Euro.

Von Stefan Gohlisch

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