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Kultur im Rest der Welt Tod von Popsänger Jonghyun erschüttert Südkorea
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16:27 19.12.2017
Sänger Jonghyun 2016 in Seoul. Der Tod des populären Boygroup-Sängers hat die Fans des K-Pop erschüttert. Quelle: Lee Jin-Man
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Seoul

Der Tod des populären südkoreanischen Boygroup-Sängers Jonghyun hat die Fans des K-Pop erschüttert. Der 27-jährige Frontsänger der fünfköpfigen Popgruppe SHINee wurde am Montag bewusstlos in einer fremden Wohnung in Seoul aufgefunden und später in einem Krankenhaus für tot erklärt, wie südkoreanische Zeitungen am Dienstag berichteten.

Als K-Pop wird allgemein südkoreanische Popmusik bezeichnet, im Ausland werden vor allem Girl- und Boybands mit dem Begriff in Verbindung gebracht.

Hunderte von Fans sowie Sänger und Sängerinnen suchten einen für Jonghyun errichteten Gedenkaltar im Asan-Krankenhaus in Seoul auf, um von ihm Abschied zu nehmen, wie die Nachrichtenagentur Yonhap berichtete. „Jonghyun ist der beste Künstler, der Musik liebt“, hieß es in einer Erklärung der übrigen Mitglieder von SHINee auf Twitter.

Die Gruppe SHINee wurde 2008 von der Talentagentur SM Entertainment zusammengestellt. Sie stieg danach rasch zu einer der bekanntesten Boygroups des K-Pop auf. Sie war auch äußerhalb Südkoreas beliebt, besonders in Japan.

Nach Erkenntnissen der Polizei hat Jonghyun Suizid begangen. In einem Abschiedsbrief schrieb der Sänger, dessen vollständiger Name Kim Jong Hyun lautete, er sei depressiv gewesen. Der Brief wurde von einer Freundin Jonghyuns, der Rocksängerin Jang Hee Yeon, in den sozialen Medien veröffentlicht. „Ich bin innerlich zerrissen. Die Depression, die langsam an mir genagt hat, hat mich verschlungen“, heißt es darin. Auch schrieb Kim über seine zwiespältige Haltung zu seiner Berühmtheit. Depressionen oder andere psychische Erkrankungen sind nach Angaben der Stiftung Deutsche Depressionshilfe die Hauptursachen für Suizide und Suizidversuche.

„Depressionen gehen mit großem Leiden und tiefer Hoffnungslosigkeit einher. (...) In ihrer Verzweiflung sehen Menschen dann im Suizid den einzigen Weg, diesem unerträglichen Zustand zu entkommen“, erklärte Prof. Ulrich Hegerl, Psychiater und Vorstandsvorsitzender der Stiftung. Allerdings könne den allermeisten Menschen mit Depressionen mit Medikamenten und Psychotherapie geholfen werden. Dazu bräuchten sie aber ärztliche Hilfe. Die Stiftung unterhält und vermittelt Hilfs- und Beratungsangebote für Betroffene und deren Angehörige. Telefonisch könnten auch die Telefonseelsorge (0800 111 0 111 und 0800 111 0 222) oder im akuten Fall der Notarzt helfen.

dpa

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