Menü
Lübecker Nachrichten | Ihre Zeitung aus Lübeck
Anmelden
Kultur im Rest der Welt Tribeca Filmfest in New York bleibt politisch
Nachrichten Kultur Kultur im Rest der Welt Tribeca Filmfest in New York bleibt politisch
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
10:22 18.04.2017
An diesem Mittwoch startet das Tribeca Film Festival in New York. Quelle: Peter Foley
Anzeige
New York

Rund 200 Spielfilme, Dokumentationen und Kurzfilme stehen auf dem Programm des Tribeca Filmfests in New York, das am Mittwoch beginnt. Dazu kommen neue TV-Staffeln, Virtual-Reality-Shows und interaktive Installationen.

Deutschland ist unter anderem mit „Manifesto“ vertreten, dem jüngsten Werk des gebürtigen Münchner Filmemachers Julian Rosefeldt. Er provoziert mit der Frage, ob gegenwärtige Kunst überhaupt noch originell sein kann. Die deutsch-amerikanische Doku  „When God Sleeps“ von Till Schauder folgt dem iranischen Musiker Shahin Najafi, auf dessen Kopf Kleriker im Iran eine hohe Belohnung ausgesetzt haben.

Das Filmfest läuft bis zum 30. April. Es war nach den Terroranschlägen auf das World Trade Center am 11. September 2001 von Schauspieler Robert De Niro und der Produzentin Jane  Rosenthal gegründet worden. Im internationalen Vergleich spielt das Tribeca Filmfest keine führende Rolle. Gewicht verleihen ihm aber sein politisches und soziales Engagement, Mut und eine Reihe technischer Innovationen.

Politisch heiße Eisen fasst das Festival mit Dokumentationen zum Rechtsradikalismus, zum Schicksal eines kleinen kubanischen Immigranten-Jungen und zum friedlichen Protest der Sioux-Indianer am Standing Rock gegen die neue Pipeline an. „Copwatch“ heißt ein Film, der sich der Überwachung von US-Polizisten durch besorgte Bürger widmet.

2016 hatten Deutschland, die USA und Israel für „Junction 48“, die tragische Geschichte eines jungen Rappers im palästinensisch-israelischen Konflikt, gemeinsam den Preis für den besten internationalen Film gewonnen.

Am Eröffnungsabend wird der Musikmogul Clive Davis mit einem Screening der autobiographischen Dokumentation „The Soundtracks of My Life“ geehrt. Davis hatte Dutzenden Musikstars, darunter Bruce Springsteen und Whitney Houston, als Produzent den Weg zum Erfolg geebnet. Der Premiere des Films folgt ein Konzert in der Radio City Music Hall, mit dem sich Aretha Franklin, Jennifer Hudson und Earth, Wind & Fire bei Davis für seine Unterstützung bedanken.  

Erstmals in diesem Jahr zeichnen die Veranstalter auch Werbefilme aus, die ihre kommerzielle Botschaft in eine attraktive Story packen.

dpa

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 22:00 und 07:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

J.D. Vance wächst dort auf, wo es keine Hoffnung, dafür umso mehr Drogen und Gewalt gibt. Später schafft er es an die Elite-Uni Yale. Seiner Heimat in Ohio widmet er ein Buch - und bietet so Einblick in eine Schicht, die den Wahlsieg Donald Trumps ermöglichte.

18.04.2017

An diesem Freitag erscheint Adel Tawils zweites Soloalbum „So schön anders“. Der Musiker machte der dpa vorab einige Geständnisse.

18.04.2017

Internationale Krisen sind für ein paar Stunden Nebensache, wenn im Garten des Weißen Hauses Ostereier gerollt werden. „A place to be“ - auch für die Trumps. Allzu viel Lust darauf scheinen sie aber nicht zu haben.

17.04.2017
Anzeige