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Kultur im Rest der Welt Van Gogh in den Händen der Mafia
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14:32 30.09.2016
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Amsterdam/Neapel

Einer der spektakulärsten Kunstdiebstähle der vergangenen Jahrzehnte ist aufgeklärt: 14 Jahre nach dem Raub zweier Gemälde von Vincent van Gogh aus dem Amsterdamer Van Gogh Museum sind die Werke in Italien gefunden worden.

Die italienische Polizei hatte die Gemälde im Millionenwert südlich von Neapel im Zuge von Drogenermittlungen gegen die Mafia entdeckt. Sie waren in dem Haus eines Drogenbosses der Camorra versteckt, der im Januar festgenommen worden war, berichteten italienische Medien.

„Ja, sie sind gefunden worden“, sagte der Direktor des Museums, Axel Rüger. Ein Konservator des Van Gogh Museums hatte die Bilder im Auftrag der italienischen Justiz untersucht und die Echtheit festgestellt, wie das Museum mitteilte.

Bei den kostbaren Werken handelt es sich um das Gemälde „Zeegezicht bij Scheveningen“ (Meeressicht bei Scheveningen 1882) und „Het uitgaan van de Hervormde Kerk te Nuenen“ (Die Kirche von Nuenen mit Kirchgängern 1884/1885). Sie seien leicht beschädigt, aber in relativ gutem Zustand, bestätigte das Museum.

Sie waren im Dezember 2002 gestohlen worden. Die Diebe waren in der Nacht mit einer Leiter über das Dach in das Museum eingestiegen und unerkannt entkommen. Sie wurden später gefasst und 2005 zu Haftstrafen von mehr als drei Jahren verurteilt. Von den Gemälden fehlte aber bis jetzt jede Spur. Nach dem Einbruch hatte das Museum eine Belohnung von 100 000 Euro für das Aufspüren der Bilder ausgesetzt.

„Auf diesen Moment haben wir 14 Jahre gewartet“, sagte Museums-Direktor Axel Rüger. Wann die Gemälde zurück nach Amsterdam kommen und was die Mafia damit vorhatte, ist noch unklar. „Das sind echt, echt fantastische Neuigkeiten. Auch weil es total unerwartet ist. Niemand wagte noch zu träumen, dass sie auf einmal wieder auftauchen“, sagte die niederländische Kulturministerin Jet Bussemaker in Den Haag. Der italienische Premierminister Matteo Renzi und sein Kulturminister Dario Franceschini gratulierten den Ermittlern. Im Zuge der Ermittlungen wurden auch Güter im Wert von 20 Millionen Euro beschlagnahmt.

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dpa

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