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Kultur im Rest der Welt Viel Beifall für Bühnenstück über den Weltuntergang
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11:35 22.12.2012
Das Leben geht weiter. Foto: Matthias Hiekel
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Dresden

Zum Finale des 75-minütigen Stückes „Fünfte Sonne“ ging der zuvor verschwundene größte Stern unseres Sonnensystems wieder auf und erwärmte die Herzen des Publikums.

Derevo hatte den Maya-Kalender um einen Tag vordatiert und das Ende der Zeit (21. Dezember) schon am Vorabend geprobt - mit Erfolg. Für die Uraufführung der Inszenierung „Fünfte Sonne“ spendete das Publikum viel Beifall. Mit dem neuen Stück taucht Derevo in die Mythologie der Maya ein. Das am Freitag beginnende neue Zeitalter heißt bei ihnen „Fünfte Sonne“. Während esoterische Kreise damit das Ende der Welt verknüpfen, verbinden andere die Zeitenwende mit einer lichten Zukunft ohne Krieg, Hunger und Not.

Dresden steht beim Wechsel ins neue Maya-Zeitalter besonders im Fokus. Denn die Dresdner Universitäts- und Landesbibliothek besitzt jene wertvolle Maya-Handschrift, die zum Auslöser diverser Endzeitszenarien wurde. Eine Darstellung am Ende des wertvollen Dokumentes zeigt ein Wasser speiendes Reptil - Apokalyptiker sehen darin die Ankündigung einer Sintflut, Fachleute sprechen von einer Fehlinterpretation.

Derevo entschied sich für die optimistische Version. In dem Stück von Ensemblechef Anton Adassinsky, Pavel Semchenko und Elena Yarovaya wird die Clownsnase zum Sonnensymbol. Die Zuschauer wurden ausdrücklich ermuntert, die roten Knuppelnasen selbst aufzusetzen - ein Verkaufsstand im Foyer deckte den Bedarf ab, viele machten Gebrauch davon. Wie üblich blätterte das Ensemble seine Inszenierung wie ein Märchenbuch auf. Vieles bleibt der Deutung des Betrachters überlassen, die Zauberkraft der Bilder spricht für sich.

Der italienische Clown Adriano Miliani und das Jack and Joe Theatre aus Italien lieferten vor dem Festspielhaus den Prolog und Epilog zum Weltuntergang. Auch zum Jahresausklang ist Derevo in Dresden zu erleben. Im Festspielhaus Hellerau haben die Russen schon seit Jahren eine feste Residenz. Adassinsky zeigt am 28. Dezember ein Soloprogramm. Am 29. und 30. Dezember folgt eine Wiederaufnahme der Produktion „Harlekin“.

dpa

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