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Wer hat Chancen auf einen Bären?

Berlin Wer hat Chancen auf einen Bären?

Erste Bären-Kandidaten, erste Enttäuschungen - Zeit für eine Zwischenbilanz bei der 66. Berlinale.

Berlin. Bei der 66. Berlinale gibt es erste Favoriten, Gewinner und Verlierer. Eine kleine Zwischenbilanz, bevor am Samstag der Goldene und die Silbernen Bären verliehen werden:

FAVORITEN: Die erschütternde Dokumentation „Fuocoammare“ (übersetzt: Feuer auf See) beeindruckte Publikum und Kritiker. Der Italiener Gianfranco Rosi erzählt darin vom Alltag auf der italienischen Insel Lampedusa und vom Flüchtlingssterben im Mittelmeer. Ebenfalls heiß gehandelt: „„Soy Nero“ (übersetzt: Ich bin Nero) des aus dem Iran stammenden Regisseurs Rafi Pitts („Zeit des Zorns“). Er folgt in seinem Spielfilm dem jungen Mexikaner Nero, der in die USA flüchtet und dort ein neues Leben beginnen will. Dafür zahlt Nero einen hohen Preis. Er meldet sich bei den Amerikanern freiwillig zum Militärdienst, um schnell eine Green Card zu bekommen.

BÄREN-KANDIDATEN: Für Darstellerpreise könnten die Französin Sandrine Kiberlain, der Tunesier Majd Mastoura oder der Brite Colin Firth infrage kommen. Kiberlain ist in „Quand on a 17 ans“ (übersetzt: Mit 17, Regie André Téchiné) als Mutter zu sehen, die den Tod ihres Mannes zu verwinden hat und sich liebevoll um ihren 17-jährigen Sohn bemüht, der Probleme mit seinem schwulen Coming out hat. Firth spielt in „Genius“ (Regie Michael Grandage) den New Yorker Lektor Max Perkins, Entdecker des Schriftsteller-Genies Thomas Wolfe. Mastoura verkörpert in „Hedi“ (Regie Mohamed Ben Attia) einen jungen Mann, der aus seinem von der Mutter und der Gesellschaft streng reglementierten Leben ausbrechen will.

GLAMOUR-FAKTOR: Hoch! Tagelang machte Hollywood-Beau George Clooney die Berlinale zu den Clooney-Festspielen. Und wo immer Jurypräsidentin Meryl Streep auftaucht, hat sie für die jubelnden Fans ein strahlendes Lächeln. Ebenfalls in Berlin dabei: Julianne Moore, Emma Thompson, Jude Law, Colin Firth, Kirsten Dunst, Isabelle Huppert, Gérard Depardieu und fast die gesamte deutsche Filmprominenz.

STARKE FRAUEN: Auffällig viele Filmheldinnen gibt es dieses Mal: Julia Jentsch entscheidet als Schwangere in „24 Wochen“ (Regie Anne Zohra Berrached) über Leben oder Tod ihres ungeborenen Kindes. Isabelle Huppert spielt in „L’avenir“ (Regie Mia Hansen-Løve) eine Philosophiedozentin, die das Leben mit kühlem Intellekt meistern will. Sandrine Kiberlain brilliert in „Quand on a 17 ans“ (Regie André Téchiné) fern von Klischees als liebevolle Mutter, Ehefrau und Ärztin. Kirsten Dunst kümmert sich in „Midnight Special“ (Regie Jeff Nichols) hingebungsvoll um ihren achtjährigen Sohn, der übersinnliche Kräfte hat.

STARKE FRANZOSEN: Das Nachbarland Frankreich ist im offiziellen Wettbewerb gleich mit vier Filmen in und außer Konkurrenz vertreten - unter anderem mit dem Roadmovie „Saint Amour“ mit Gérard Depardieu und Benoît Poelvoorde. Als intelligente Unterhaltungsfilme bezeichnet Berlinale-Direktor Kosslick die französischen Wettbewerbsfilme. „Die Filme sind mitten im Leben.“

GEWINNER: Mit ihrem Abschlussfilm von der Filmhochschule landete die Erfurter Regisseurin Anne Zohra Berrached gleich im Berlinale-Wettbewerb. Für ihr mutiges Spätabtreibungsdrama „24 Wochen“ mit Julia Jentsch und Bjarne Mädel in den Hauptrollen bekam sie vom internationalen Publikum viel Applaus und löste kontroverse Diskussionen aus.

VERLIERER: Die neue Verfilmung von Hans Falladas Roman „Jeder stirbt für sich allein“ enttäuschte. Der Schweizer Regisseur Vincent Perez hat die Geschichte um das Berliner Ehepaar Quangel, das mit einer Postkartenaktion Widerstand gegen die Nazis leistet,  zwar prominent besetzt. Doch trotz der schauspielerischen Leistung von Brendan Gleeson, Emma Thompson und Daniel Brühl bleiben die Charaktere hölzern und die Szenerie kulissenhaft.

WAS NOCH KOMMT: Die größte Herausforderung steht dem Berlinale-Publikum erst noch bevor. Am Donnerstag wird bereits um 9.30 Uhr morgens der rote Teppich ausgerollt. Dann feiert der mit mehr als acht Stunden längste Wettbewerbsfilm der Festivalgeschichte seine Premiere. Der philippinische Regisseur Lav Diaz erzählt in „A Lullaby to the Sorrowful Mystery“ („Hele Sa Hiwagang Hapis“) vom Kampf seines Landes gegen die spanische Kolonialmacht Ende des 19. Jahrhunderts.


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dpa

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