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Kultur im Rest der Welt Wikinger-Stätte Haithabu wird Unesco-Welterbe
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22:02 30.06.2018
Blick auf die nachgebauten Wikingerhäuser von Haithabu Quelle: dpa
Manama

Ein Welterbe für Schleswig-Holstein: Die bedeutenden archäologischen Stätten in Haithabu und Danewerk sind zum Unesco-Weltkulturerbe ernannt worden. Das Welterbekomitee nahm die deutsche Bewerbung am Samstag bei der Sitzung in Bahrain an. Die Stätte sei ein einzigartiges Zeugnis der Wikingerzeit und ihrer kulturellen Traditionen, hieß es zur Begründung. Bei der deutschen Delegation brach nach der Entscheidung Jubel aus.

Damit gibt es in Deutschland nun 43 Unesco-Welterbestätten. Die deutsche Unesco-Chefin Maria Böhmer zeigte sich erfreut: „14 Jahre Arbeit an dieser herausragenden Nominierung sind damit erfolgreich zu Ende gegangen.“ Jetzt gelte es, Haithabu und das Danewerk als Erbe der Menschheit zu erhalten. „Die Stätte macht deutlich, dass unsere Geschichte seit jeher vom Handel und Austausch über nationalstaatliche Grenzen hinweg geprägt ist“, sagte Böhmer.

Die Befestigungsanlage Danewerk und der Handelsplatz Haithabu in Schleswig-Holstein gehören zu den bedeutendsten archäologischen Zeugnissen Nordeuropas. Das Danewerk sicherte im Früh- und Hochmittelalter die Südgrenze des alten dänischen Reiches. Der Ausbau zu einer massiven Befestigungsanlage mit Erdwällen, Mauern, Gräben und einem Sperrwerk in der Schlei begann im 8. Jahrhundert und reichte bis ins 12. Jahrhundert.

Haithabu war vom 9. bis 11. Jahrhundert eines der bedeutendsten Handelszentren im Ostseeraum. Der Hafen war Umschlagplatz für Waren aus Nord- und Kontinentaleuropa sowie Vorderasien, denn die Siedlung lag zwischen dem fränkischen Reich und dem dänischen Reich auf einer wichtigen Route zwischen Nord- und Ostsee. Nachdem die Stätte im Jahr 1897 wiederentdeckt wurde, begannen die ersten Ausgrabungen um 1900. Die Stätte sei wegen ihrer reichen archäologischen Funde von wesentlicher Bedeutung für die Erforschung der Wikingerzeit, erklärte die Unesco.

Von RND/dpa

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