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Die vier Erfolgsfaktoren von Stefan Raabs neuer Show

„Das Ding des Jahres“ Die vier Erfolgsfaktoren von Stefan Raabs neuer Show

Stefan Raab kehrt ins Fernsehen zurück – zumindest hinter den Kulissen. Doch hat seine Erfindershow das Zeug zur Show des Jahres? Darüber entscheiden vier Erfolgsfaktoren.

Im Test: Die Jury um Joko Winterscheidt, Lena Gercke und Rewe-Einkaufschef Hans-Jürgen Moog (v. r.) nimmt die Erfindungen stellvertretend für das Publikum unter die Lupe.

Quelle: ProSieben/Willi Weber

Berlin. „Das nächste große Ding“ – das ist der Heilige Gral für Erfinder, Investoren und Zukunftsforscher. Dieses Wunderding soll nach Paypal, Coffee to go oder Smartphone jenes neue Accessoire sein, das aus dem Entwicklerlabor sofort seinen Weg in fast jeden Haushalt findet.

Der Sender Pro7 hingegen sucht nach dem Bildschirmabschied von Stefan Raab im Dezember 2015 mehr oder weniger verzweifelt nach der „nächsten großen Show“ nach „TV total“. So trifft es sich, dass der Ex-Moderator als Produzent hinter den Kulissen mitmischt, wenn der Sender am Freitag und Sonnabend um 20.15 Uhr die neue Sendung „Das Ding des Jahres“ zeigt. Hat sie das Zeug zur „Show des Jahres“? Vier Argumente.

Daumen hoch: Die Tüftler-Faktor

In jeder Ausgabe stellen acht Erfinder in vier Zweierduellen ihre „Dinge“ vor. Danach testen die drei Juroren die Erfindungen auf Alltagstauglichkeit. Der Gewinner zieht ins Finale ein, das live ausgestrahlt wird. Jetzt entscheidet der Zuschauer, wer am Ende einen Werbedeal bekommt. Das Konzept erinnert an die Gründershow „Die Höhle der Löwen“ – die sehr erfolgreich bei Vox läuft und in diesem Jahr in die fünfte Staffel geht. Offenbar gefällt es den Zuschauern, den Weg von der Idee bis ins Supermarktregal mitzuverfolgen. Die Welt immer wieder neu zu erfinden, ist eng mit der Menschheitsgeschichte verknüpft. Die Daniel Düsentriebe kitzeln den Erfindergeist der Zuschauer. Auch wenn es diesmal nur um solche Kleinigkeiten wie ein giftgrünes Getränk geht, das im Trailer für die erste Sendung von „Das Ding des Jahres“ zu sehen ist.

Daumen hoch: Der Exotik-Faktor

„Ich mach’ mein Leben lang nichts anderes als Ideen haben“, sagt einer der Erfinder im Trailer. Die vorgestellten Ideen reichen von einer Regenschutzscheibe für Motorradhelme über ein Hundeklo für die Wohnung bis zu einem Sicherheitssystem fürs Haus. Und dann gibt es noch ein buntes Fransending, das irgendwie für die Füße gut sein soll, dessen Funktion aber noch nicht verraten wird. Das verspricht viel Abwechslung.

Stefan Raab ist der Produzent der Sendung

Stefan Raab ist der Produzent der Sendung.

Quelle: dpa

Daumen runter: Der Raab-Faktor

Stefan Raab war lange Zeit einer der innovativsten Erfinder des deutschen Entertainment-Marktes. Doch die Formate, die seinen Rückzug vom Bildschirm überlebt haben, waren zuletzt nicht von Erfolg beseelt: Nach nur zwei Folgen von „Schlag den Henssler“ änderte der Sender jüngst das Konzept und verkürzte das Auswahlverfahren der Kandidaten. Grund waren schlechte Quoten; Während Raab zu Spitzenzeiten 34 Prozent der Zuschauer vor den Bildschirm lockte, waren es zuletzt nur knapp 11 Prozent. Und Raabs Herzenskind, der Eurovision Song Contest samt Vorentscheid, steht nach der Pleitereihe der deutschen Kandidaten auch unter keinem guten Stern. So steht zu bezweifeln, ob das neue Konzept auch funktioniert, wenn Raab wie mehrfach ankündigt nicht selbst vor die Kamera treten wird.

Daumen runter: Der Juroren-Faktor

Während Klaas Heufer-Umlauf ab 12. März als Late-Night-Talker in die Fußstapfen von Stefan Raab tritt, gehört sein einstiger Kompagnon Joko Winterscheidt zum Dreierteam, das die Erfindungen auf Herz und Nieren testet. Rewe-Einkaufschef Hans-Jürgen Moog mag man den Expertenstatus noch zuerkennen, doch Ex-Klum-Model Lena Gercke wirkt mit tiefem Dekolleté oder freiem Bauch wie eine peinliche Fehlbesetzung als Quotenfrau. Da hilft es auch nichts, dass sie im Vorfeld sagte, als Model kenne sie sich ja mit den Effekten von Werbung aus.

Von Nina May/RND

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