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Fernsehen Günther Jauch kritisiert ARD und ZDF
Nachrichten Medien Fernsehen Günther Jauch kritisiert ARD und ZDF
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17:53 13.02.2019
Der Moderator Günther Jauch äußerte deutliche Kritik an ARD und ZDF. Quelle: Karlheinz Schindler/dpa-Zentralbild/dpa
Berlin

Vier Jahre lang begrüßte Moderator Günther Jauch prominente Gäste aus Politik und Wirtschaft in seiner gleichnamigen Politik-Talkshow in der ARD. Trotz bester Sendezeit nach dem „Tatort“ am Sonntag und stabiler Quoten beendete er das Format 2015 – aus „privaten und beruflichen Gründen“, wie es damals hieß.

In einem Interview mit der „Reporterfabrik“ hat sich Jauch nun zu seiner Arbeit für die öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten geäußert und dabei an Kritik nicht gespart.

Vor allem in seinen journalistischen Freiheiten sah sich Jauch offenbar mit Problemen konfrontiert. „Sie sind nicht so frei und unabhängig, wie man sie sich von der Konstruktion her vorstellen könnte“, kritisiert der langjährige „Wer wird Millionär“-Moderator die Medienanstalten. „In meinem speziellen Fall war es einfach so: Ich bin, gerade wenn ich journalistisch tätig bin, gerne unabhängig. Mit der Unabhängigkeit war es irgendwann schwierig.“ Am Ende hätten ihm zu viele Menschen reingeredet, erzählt Jauch der ZDF-Moderatorin Maja Weber.

Jauch stellt dabei die grundlegenden Strukturen der Sender infrage: „Sie haben Rundfunkräte, Verwaltungsräte, politische Parteien, manchmal eine Schere, die sie sich selbst im Kopf zusammengebastelt haben.“ Das kommerzielle Fernsehen sei hingegen oftmals deutlich schneller, direkter und gehe mehr auf die Interessen der Zuschauer ein.

„Ich hatte irgendwann mal den Traum, das Beste aus diesen beiden Systemen in meiner Sendung zusammenzuführen“, sagt Jauch. Dies sei ihm jedoch nicht gelungen.

Von RND/mkr

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