Menü
Lübecker Nachrichten | Ihre Zeitung aus Lübeck
Anmelden
Fernsehen Wie Netflix mit „Bright“ Kurs aufs Kino nimmt
Nachrichten Medien Fernsehen Wie Netflix mit „Bright“ Kurs aufs Kino nimmt
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
16:45 02.01.2018
Ork und Mensch: Joel Edgerton (l.) und Will Smith. Quelle: Netflix
Anzeige
Berlin

Neulich war Will Smith bei dem US-Talkshow-Moderator Conan O’Brien zu Gast. Der fragte den Hollywooddarsteller: „Sie pflegen sich Ihren neuen Film bei der Eröffnung im Kino anzusehen. Wie machen Sie das bei Ihrem jüngsten Film?“ Smith antwortete grinsend: „Da muss ich wohl zu den Zuschauern nach Hause kommen.“ Denn der aktuelle Film von Smith, „Bright“, läuft bei Netflix und spielt in einer magischen Parallelwelt. Während die Elfen in Los Angeles die Elite stellen, leben die Orks in Gettos, protestieren mit Street-Art gegen ihre Unterdrückung und emanzipieren sich allmählich.

Der erste Ork im Polizeidienst (Joel Edgerton) wird Smiths Partner. Der Film kombiniert Action mit Anspruch: Probleme der Menschengesellschaft wie Rassismus, Vorurteile und Machtkampf werden hier gespiegelt. Der Weltenentwurf steckt zudem voller Witz. Feen etwa sind garstige Wesen, die wie Ungeziefer aus den Vorgärten vertrieben werden.

Das Fantasyspektakel, in dem die aus der Millennium-Trilogie bekannte Noomi Rapace eine böse Kampfelfe spielt, ist mit 100 Millionen Dollar Netflix’ bislang teuerste Produktion. Der Film steht für eine neue Strategie: Nach dem Fernsehen konzentriert sich der Streaminganbieter nun aufs Kino. Vor zwei Jahren produzierte Netflix mit „Beasts of No Nation“ seinen ersten Spielfilm.

Netflix-Programmdirektor Ted Sarandos hat 80 neue Filme für 2018 angekündigt – 20 mehr als im Vorjahr. Bekannt sind etwa das Scifi-Drama „Mute“ von „Warcraft“-Regisseur Duncan Jones, der Apokalypse-Thriller „Cargo“ mit Martin Freeman sowie der Gangsterthriller „The Irishman“ von Martin Scorsese mit Al Pacino und Robert De Niro. Will Smith ist also nicht der einzige Star, der seine Premierenrituale ändern muss.

Von Nina May/RND

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 22:00 und 07:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

Mit furchtloser Hingabe, großer Klappe und perfektem Haar hat sich Klaas Heufer-Umlauf zur deutschen Show-Hoffnung gemausert. In Lars Jessens Provinzposse „Jennifer“ spielt der gelernte Friseur aus Oldenburg nun sogar eine Serienhauptrolle – ein Gespräch über seine Bullerbü-Kindheit, freigelegte Traumata und wie es im Backstagebereich eines Salons riecht.

01.01.2018

Ein Historienschinken in zwei Teilen: In „Die Puppenspieler“ (Mittwoch, 27. 12. und Freitag, 29. 12., jeweils 20.15 Uhr, ARD) führt Rainer Kaufmann ein junges Liebespaar, einen religiösen Eiferer und einen teuflischen Kirchenfürsten zusammen. Opulentes Ausstattungsfernsehen mit saftigen Klischees.

26.12.2017

Linken-Politikerin Sahra Wagenknecht war in diesem Jahr am häufigsten in den politischen Talkshows von ARD und ZDF zu Gast. Das geht aus einer Auswertung aller Gästelisten hervor. Insgesamt elf Mal war sie bei „Maischberger“, „Hart aber fair“, „Anne Will“ und „Maybrit Illner“ eingeladen. Die AfD taucht unter den Top Fünf nicht auf.

22.12.2017
Anzeige