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Apple schwächelt beim iPad-Verkauf

Computer Apple schwächelt beim iPad-Verkauf

Die Verkäufe von Apples Tablet-Computer iPad haben zuletzt die hochgesteckten Markterwartungen verfehlt.

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Kaum sichtbare Änderungen: Neu am iPad der vierten Generation ist vor allem der Prozessor.

Quelle: Apple

Cupertino. Die Verkäufe von Apples Tablet-Computer iPad haben zuletzt die hochgesteckten Markterwartungen verfehlt. In dem Ende September abgeschlossenen vierten Geschäftsquartal wurde Apple 14 Millionen der Geräte los. Das war weniger als in den drei Monaten zuvor.

Der Konzern stellte diese Woche aber die vierte iPad-Generation und erstmals auch ein kleineres Modell vor, das neue Kundengruppen anlocken soll. Allerdings steht mit Microsofts Surface auch neue Konkurrenz vor der Tür.

Der Quartalsumsatz stieg um 27 Prozent auf 36,0 Milliarden Dollar. Der Gewinn legte um 24 Prozent auf 8,2 Milliarden Dollar (6,3 Mrd Euro) zu, wie Apple nach US-Börsenschluss bekanntgab. Zugleich räumte der Konzern ein, dass die Gewinnmarge bei seine aktuellen Neuheiten niedriger ist als früher. Apple muss bei seinen Preisen Rücksicht auf die Konkurrenz nehmen. Zugleich kann Apple Abstriche beim Gewinn ohne weiteres verkraften: Kein anderer Anbieter reicht an die Renditen der Kalifornien heran. Und die Geldreserven stiegen allein im vergangenen Quartal von gut 117 auf 121,3 Milliarden Dollar.

Für das laufende Weihnachtsgeschäft sagte Finanzchef Peter Oppenheimer einen Umsatz von 50 Milliarden Dollar voraus - das wäre ein neuer Rekord. 80 Prozent der Umsätze sollen mit den im Herbst vorgestellten neuen Produkten erzielt werden. Apple hatte am Dienstag neben den iPad-Modellen auch mehrere neue Mac-Computer präsentiert. Es ist die bisher größte und wohl auch teuerste Produktoffensive von Apple.

Der iPhone-Absatz übertraf schon im vergangenen Quartal die Erwartungen. Apple konnte 26,9 Millionen seiner Smartphones losschlagen. Das war ein Zuwachs von 58 Prozent im Jahresvergleich. Dabei ging das neue iPhone 5 mit seinem größeren Bildschirm erst am 21. September und damit wenige Tage vor Ende des Quartals in den Verkauf. Wie viele Geräte des neuen Modells verkauft wurden, sagt Apple nicht. Man weiß nur, dass es mehr als fünf Millionen am ersten Wochenende waren.

„Die Nachfrage nach dem iPhone ist extrem robust“, sagte Konzernchef Tim Cook in einer Telefonkonferenz. Apple kann das neue Modell nach eigener Aussage gar nicht so schnell heranschaffen wie die Kunden es haben wollen. Ein nachlassendes Interesse am iPad verneinte Cook. Es handele sich um normale saisonale Schwankungen, zudem verfälschten höhere Lagerbestände im Vorquartal das Bild. Der Absatz sei höher als von Apple selbst erwartet gewesen.

Für den am Freitag gestarteten iPad-Rivalen Surface von Microsoft hatte Cook skeptische Worte parat. Nach allem, was er darüber bisher gelesen habe, sei es „ein verwirrendes Gerät voller Kompromisse“. Man könne auch ein Auto bauen, das fliegt und schwimmt - aber es würde nichts davon gut können. Microsoft setzt mit seinem neuen Betriebssystem Windows 8 auf eine einheitliche Plattform für PC und Tablet, was Cook für das falsche Konzept hält. Er räumte ein, dass er das Surface noch nicht selbst in der Hand gehabt habe.

Zugleich nimmt Apple Abstriche bei seinen Milliardengewinnen in Kauf, um die Preise im Zaum zu halten. „Die Margen bei den neuen Produkten sind niedriger als bei den Vorgängermodellen“, räumte Oppenheimer ein. Besonders wenig nach Apple-Maßstäben wirft demnach das iPad mini ab. Aber auch am iPhone 5, das leicht, dünn und aufwendig in der Produktion ist, aber über einen größeren Bildschirm verfügt, verdient Apple schlechter als am Vorgängermodell.

Schon vor der Erneuerung der Produktpalette verkaufte Apple 4,9 Millionen Mac-Computer und 5,3 Millionen iPods. Während der PC-Markt insgesamt um acht Prozent schrumpfte, konnte Apple mit seinen Mac leicht um ein Prozent zulegen. Die iPod-Musikspieler finden allerdings immer weniger Fans, seitdem viele Menschen ihre Songs lieber auf dem Smartphone hören. Im ersten Quartal 2013 will Apple nach Informationen der Finanznachrichtenagentur Bloomberg ein Internet-Radio starten, um seine Musik-Angebote auszubauen. Mit der Online-Plattform iTunes ist Apple bereits der weltgrößte Verkäufer von Musik.

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