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Neu im Netz Google: Verleger fordern harten Kurs der EU
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10:52 28.06.2013
Ärger für Google: Geht es nach den europäischen Verlegern, sollte das Kartellamt eingreifen. Foto: Ole Spata
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Berlin

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In dem laufenden Kartellverfahren geht es um die Frage, ob Google bei der Anzeige von Suchergebnissen eigene Dienste vor Konkurrenzangeboten bevorzugt oder nicht. Google-Konkurrenten wie Microsoft hatten sich in Brüssel darüber beschwert, dass Google ihre Angebote in Bereichen wie Online-Kartendienste, Preisvergleiche oder bei der Hotelsuche benachteilige. Google hat in europäischen Ländern zum Teil mehr als 90 Prozent Marktanteil bei der Internet-Suche.

EU-Wettbewerbskommissar Joaquín Almunia hatte bereits Ende Mai von Google weitere Zugeständnisse eingefordert und eine Milliardenstrafe angedroht. Google hatte unter anderem angeboten, fünf Jahre lang eigene Dienste deutlicher zu markieren und mehr Links zu Webseiten der Wettbewerber anzuzeigen. Die Zusagen reichen Brüssel allerdings nicht aus.

Kent Walker, Leiter der Google-Rechtsabteilung, verwies in einem Blogpost auf die Erwartungen der Internetnutzer, bei einer Suche gleich die verlangten Informationen angezeigt zu bekommen - und nicht nur Links zu anderen Webseiten. Auf die Bedenken der EU-Kommission habe Google mit Vorschlägen geantwortet, die konstruktiv auf die angesprochenen Punkte eingingen. „Wir schätzen sehr die Professionalität und Integrität der Kommission im Rahmen des gesamten Prozesses und freuen uns darauf, eine vernünftige Lösung zu erreichen.“

Helmut Heinen, Präsident des Beschwerdeführers Bundesverband Deutscher Zeitungsverleger (BDZV), forderte, Google müsse alle Dienste, einschließlich seiner eigenen, den gleichen Vorgaben unterwerfen. Er verlangte, dass Google „alle Seiten nach denselben Algorithmen durchsucht, indexiert, bewertet, darstellt und sanktioniert und nicht ohne vorherige Zustimmung Inhalte Dritter über dasjenige hinaus nutzt, was für die Navigation in der allgemeinen Google-Suche wirklich unerlässlich ist“.

Verleger zu Google-Verpflichtungszusagen

Blogpost Walker

Mitteilung EU-Kommission 25.4.2013

Weitere Informationen zum Verfahren

dpa

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