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Neu im Netz Indien: Apple und Google nehmen TikTok aus ihren App-Stores
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15:14 17.04.2019
Verbreitet TikTok pornografische Inhalte? In Indien ist das zur einer Frage für die Gerichte geworden. Quelle: TikTok
Chennai

Apple und Google haben in Indien die App TikTok aus ihren App-Stores entfernt. Das berichtet unter anderem die BBC. Ein indisches Gericht hatte Anfang April die Entfernung der App angeordnet, weil sie dazu genutzt werde pornografische Inhalte zu verbreiten und Sexualstraftätern Zugang zu jungen Nutzern gewähre. Die indische Regierung forderte daraufhin Apple und Google auf, die App aus ihren Stores zu nehmen. Am 24. April verhandelt der Oberste Gerichtshof in Indien über den Fall.

TikTok ist eine App, auf der Nutzer sehr kurze Videos von sich selbst posten – vor allem Lip-Sync-Videos sind dort beliebt. Eigentümer der App ist das chinesische Unternehmen ByteDance, das im vergangenen Jahr die Playback-App musical.ly übernommen hat. ByteDance argumentierte vor Gericht, dass nur ein winziger Teil der TikTok-Inhalte als „unangemessen oder obszön“ angesehen werden könne.

TikTok hat „Vertrauen“ in die indische Justiz

In einem Statement gegenüber der RedaktionsNetzwerk Deutschland teilte TikTok mit: „Wir haben Vertrauen in das indische Justizsystem und sind zuversichtlich, dass es zu einem Ergebnis kommt, das für die monatlich in Indien über 120 Millionen aktiven Nutzer – die auf TikTok ihre Kreativität zeigen und jeden Tag für sie wichtige Momente festhalten – positiv ist.“

Gegenüber der BBC, sagte das Unternehmen außerdem, man habe die Anstrengungen, unzulässige Inhalte zu entfernen, erhöht und im Zuge dessen sechs Millionen Videos in Indien gelöscht, die gegen die Nutzungsbedingungen verstoßen hätten.

Probleme mit Datenschutz

Auch in Deutschland ist die App beliebt – vor allem bei sehr jungen Nutzern. In den USA musste TikTok Ende Februar eine Strafe von rund 5 Millionen Euro zahlen, weil es Daten wie die Telefonnummern und biografische Angaben von Nutzern gesammelt hatte, die jünger als 13 Jahre alt waren – ohne dabei die Zustimmung von deren Eltern einzuholen.

Lesen Sie hier:
TikTok: Eine Hype-App und ihre Probleme

Von RND/asu

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