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„Internet der Dinge“ häuft riesige Datenberge an

Berlin „Internet der Dinge“ häuft riesige Datenberge an

Das rasante Wachstum der digitalen Datenberge wird zunehmend von Maschinen angetrieben. Vernetzte Geräte wie Smartphones, Stromzähler, Überwachungskameras oder Autos mit Navigationssystemen erzeugen ständig Daten, deren Anteil bis 2020 auf mehr als 40 Prozent steigen wird.

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Wie Sand am Meer. Laut Experten wird die weltweite Datenmenge irgendwann mal der 57-fachen Anzahl der Sandkörner auf allen Stränden der Erde entsprechen. Foto: Thilo Resenhoeft (Archiv)

Berlin. Dies teilte der Speicherspezialist EMC am Dienstag mit. 2005 waren es erst elf Prozent. „Das Internet der Dinge erzeugt immer mehr Daten“, sagte die Deutschland-Chefin von EMC, Sabine Bendiek, der Nachrichtenagentur dpa.

Dazu passt auch die Entwicklung, dass die Menge der Informationen, die über jeden einzelnen Internet-Nutzer gespeichert werden, inzwischen die Menge der Daten übersteigt, die von den Nutzern selbst erstellt werden. EMC schätzt das in diesem Jahr erzeugte Datenvolumen auf 2,8 Zettabyte - ein Zettabyte ist eine 1 mit 21 Nullen - und prognostiziert, dass es bis 2020 40 Zettabyte sein werden. Diese Zahl entspreche der 57-fachen Anzahl der Sandkörner auf allen Stränden der Erde, rechnete EMC aus.

Ein Grund für die gewaltige Zunahme der Datenmengen ist auch die wachsende Internet-Nutzung in bevölkerungsreichen Schwellenländern wie China, Indien oder Brasilien. Ihr Anteil soll 2020 bereits 62 Prozent erreichen und damit die Datenproduktion in Europa und den USA in den Schatten stellen. Heute sind es 36 Prozent, darunter China mit einem Anteil von 13 Prozent und Indien mit 4 Prozent. Auf die USA entfallen in diesem Jahr 32 Prozent der globalen Datenproduktion, auf Westeuropa 19 Prozent.

Besorgt äußerte sich der Bundesdatenschutzbeauftragte Peter Schaar über die rasante Zunahme bei Daten, die automatisch von Maschinen erzeugt werden. „Wir haben unsichtbare Datensammler in unseren Smartphones, Kraftfahrzeugen und anderen Geräten, die laufend Daten generieren“, sagt Schaar der Nachrichtenagentur dpa und fügte hinzu: „Das macht mir natürlich große Sorgen.“ Die Konsequenz müsse „ein Instrumentenmix aus gesetzlichen Regelungen, die der technischen Entwicklung angepasst werden müssen, und aus technologischen Lösungen“ sein. Die Hersteller von Smartphones müssten zum Beispiel dafür sorgen, dass persönliche Daten eingekapselt würden, damit sie nicht von beliebigen Apps ausgelesen werden könnten.

dpa

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