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Neu im Netz Zugang zu Wikipedia in Spanien und Italien gesperrt
Nachrichten Medien Neu im Netz Zugang zu Wikipedia in Spanien und Italien gesperrt
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13:35 04.07.2018
Logo des Online-Lexikons Wikipedia. Quelle: dpa
Straßburg

Um gegen die EU-Urheberrechtsreform zu protestieren, haben die italienischen und die spanischen Wikipedia-Gemeinschaften die Enzyklopädie gesperrt. Wer auf die italienischen und spanischen Sprachversionen klickt, wird stattdessen auf die für den 5. Juli geplante Abstimmung im Plenum des Europäischen Parlaments hingewiesen. Würde der Vorschlag in seiner aktuellen Version verabschiedet, „könnte es unmöglich werden, einen Zeitungsartikel in sozialen Netzwerken zu teilen oder über eine Suchmaschine zu finden. Wikipedia sähe sich in ihrer Existenzgrundlage bedroht“, heißt es dort.

Die Urheberrechtsreform ist heftig umstritten

Kritiker der Urheberrechtsreform sehen in ihr eine Bedrohung für das freie Internet. Konkret richtete sich die Kritik gegen die Artikel 13 und 11 – es geht also um Upload-Filter und das Leistungsschutzrecht. Letzteres sieht vor, dass Plattformen wie Google künftig nicht mehr ohne Erlaubnis Überschriften oder kurze Ausschnitte von Pressetexten in ihren Ergebnissen anzeigen dürfen. Das Gesetz besteht in ähnlicher Form bereits in Deutschland, ist aber sehr umstritten. Warum Artikel 13 und die damit verbundenen Upload-Filter unter anderem das Ende der Memes sein könnte, lesen Sie hier.

Der maßgebliche Ausschuss des Europaparlaments hatte am 20. Juni einen Entwurf für die Urheberrechtsreform verabschiedet und darin auch den beiden Vorhaben zugestimmt. Jetzt muss das EU-Parlament darüber abstimmen, ob es in Verhandlungen mit den EU-Staaten tritt. Wenn das Parlament dem Entwurf nicht zustimmt, wären noch Änderungen an der Vorlage möglich.

Von asu/RND

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