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Neu im Netz Red Dead Redemption 2: Western-Shooter mit unbegrenzten Möglichkeiten
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14:11 08.11.2018
Arthur Morgan ist der Protagonist und Bandenmitglied der Van Der Linde Bande in Red Dead Redemption 2 Quelle: BN Rochstar Games
New Hanover

Acht Jahre ist es nun her, dass Red Dead Redemption veröffentlicht wurde. Das Open-World Action-Adventure überzeugte Computerspiel-Fans schon damals mit herausragender Grafik und den zahlreichen Aktivitäten, die dem Spieler das Leben im wilden Westen hautnah vermitteln sollten.

Nun folgt Red Dead Redemption 2 als offizieller Nachfolger vom Entwickler Rockstar Games aus den USA. Das Videospiel löste bereits im Vorfeld einen regelrechten Hype in der Szene aus. Was verbirgt sich dahinter?

Was ist Red Dead Redemption 2?

Red Dead Redemption 2 ist ein Videospiel, genauer gesagt ein Open-World Action-Adventure im späten wilden Westen. Es knüpft an den Vorgänger aus dem Jahre 2010 an, spielt als sogenanntes Prequel jedoch vor den Ereignissen des ersten Teils.

Der Anglizismus „Open-World” meint bei Videospielen eine frei begehbare, offene Spielwelt. Der Spieler kann nahezu jeden Winkel frei erkunden. Beispiele hierfür sind Titel wie Rise of the Tomb Raider oder Skyrim.

Hinter dem Western-Hit stehen die Entwickler Sam und Dan Houser, die Gründer des weltbekannten Entwicklerstudios Rockstar Games. Das Studio wurde vor allem durch den Erfolg von GTA 5 zu einem der bedeutendsten Entwicklerstudios der Branche.

Red Dead Redemption 2 - Warum der Hype?

Warum ist der Hype um Red Dead Redemption 2 so groß? Zum einen schätzt sie Videospielszene die Stärken von Rockstar Games: Riesige, offene Spielwelten, die dem Spieler das Gefühl von Freiheit vermitteln. Diese werden von den Entwicklern mit großer Liebe zum Detail befüllt.

An anderen Open-World-Spielen wie die Assassins-Creed-Titel, Fallout 4 oder Mad Max störten sich die Spieler zum Teil an widerkehrenden Routineaufgaben und unbrauchbaren Schätzen. Diese stillen zwar den Sammelwahn, bieten aber eben keinen oder geringen spielerischen Mehrwert.

Red Dead Redemption 2 sticht mit einer offenen Spielwelt aus der Masse deshalb heraus, weil sie eben nicht nur riesig ist. Sie ist nicht nur schön anzusehen und lebhaft, sondern verblüfft vor allem durch die zahlreichen Aktivitäten, denen man als Spieler nachkommen kann.

Über die gesamte Landkarte begegnet dem Spieler Einzigartiges: Von geheimen Verstecken über diverse fremde NPCs (Nicht-Spieler-Charaktere) mit unterschiedlichen Anliegen bis hin zu den zahlreichen Ortschaften und größeren Städten. Überall gibt es etwas zu entdecken und die Möglichkeiten sind scheinbar unbegrenzt.

Red Dead Redemption 2 bietet nahezu ausufernde Freiheit

Der US-amerikanische Entwickler Rockstar Games ist für seine ausufernden Projekte bekannt: So kann jeder Winkel in Red Dead Redemption 2 entdeckt werden - der Spieler soll das Gefühl bekommen, überall etwas erleben zu können.

Die Detailverliebtheit geht dabei manchmal zum Teil sogar etwas zu weit. Tiere zu jagen und zu häuten, um mit den gewonnenen Pelzen und Fellen zu handeln oder seine Ausrüstung zu verbessern, gab es bereits bei anderen Spielen. Die detaillierte visuelle Darstellung ist allerdings neu und mag bei zartbesaiteten Spielern zuweilen Unbehagen auslösen.

Diese Detailverliebtheit zieht sich durch das gesamte Spiel: Nimmt der Spieler ein Bad, so muss dieser fürs Waschen jedes einzelnen Körperteils verschiedene Knöpfe drücken.

Red Dead Redemption 2 mit vielen Aktivitäten und Möglichkeiten

Der Spieler kann zum Fotografen gehen, ein Bad nehmen, sich beim Barbier den Bart stutzen lassen, Zeitung lesen, Poker, Blackjack oder Domino spielen, sowie spektakuläre Bühnenshows besuchen.

Wem all das noch nicht genug ist, der kann seine Zeit auch etwas klischeehafter verbringen und in Western-Manier Five-Finger-Fillet spielen, Bar-Schlägereien anzetteln, Züge und Banken überfallen oder Jagen gehen. Die Aufzählung ließe sich noch eine Weile lang fortführen. Alle Handlungen sind im zeitgenössischem Western-Stil und haben meist Folgen für den weiteren Spielverlauf.

Bei all den Möglichkeiten begegnet der Spieler unweigerlich den zahlreichen Bewohnern des Spiels. In Red Dead Redemption 2 kann man jede Person über ein Menü begrüßen - oder verärgern. Allerdings fährt man mit der freundlichen Art meist besser: Red Dead Redemption 2 bietet dem Spieler zwar die Freiheit, den Rüpel heraushängen zu lassen, bestraft diesen allerdings auch mit den Konsequenzen.

Schlägt man zu oft über die Strenge, etwa mit Schlägereien oder gar Schießereien, steht ziemlich schnell der Sheriff auf dem Plan und setzt ein Kopfgeld auf den Spieler aus. Dann ist das Betreten von Städten quasi nicht mehr möglich und das Abschließen von Aufgaben wird zur Farce.

Red Dead Redemption 2 - Ein Videospiel mit Bildungsauftrag?

Die Handlung ist ein weiteres Herausstellungsmerkmal des Spiels. Red Dead Redemption spielt im Jahre 1899 - in einer Zeit, die das Ende des wilden Westens markierte. Durch die zunehmende Industrialisierung auf US-amerikanischem Boden werden Outlaws und gesetzlose Revolverhelden von der Regierung nicht länger geduldet.

Der Spieler bekommt also, wenn auch nur am Rande, ein schönes Stück Geschichtsunterricht mit auf den Weg - eingebettet in eine packende Handlung und erzählt durch starke Charaktere.

Und obwohl die Schauplätze, wie etwa die Stadt „New Hanover” fiktiv sind, besticht Red Dead Redemption 2 immer wieder durch historische Korrektheiten. So ist etwa die durch die Regierung beauftragte Pinkerton National Detective Agency im Spiel ebenfalls eine echte Organisation. Die Detektivagentur wurde im Jahr 1850 von Allan Pinkerton gegründet und bietet private Polizei-, Detektiv- und Sicherheitsarbeit an.

Die Handlung von Red Dead Redemption 2 - Zwischen knallhartem Outlaw und getretenem Hund?

Der Spieler übernimmt die Rolle von Arthur Morgan, einem Mitglied der Van de Linde Bande. Bei der Bande handelt es sich um klassische, amerikanische Outlaws wie man sie kennt: mit Drei-Tage-Bart, Hutkrempe im Gesicht und finster drein blickender Miene. Angeführt vom Namensgeber Dutch Van Der Linde geht die gesetzlose Bande auf Raubzüge.

Übrigens: Fans des Vorgängers dürfen sich über ein Wiedersehen freuen. John Marston, Protagonist aus dem ersten Spiel, ist als Mitglied der Bande wieder mit von der Partie, wenn auch diesmal nicht als Hauptakteur des Spiels.

Mit den Pinkertons im Nacken befindet sich die Bande dauerhaft auf der Flucht vor der Regierung und wird vom Jäger zum Gejagten. Mit dem Ende des wilden Westens erlebt der Spieler hautnah den Zerfall der Bande und es tut sich ein interessanter Perspektivwechsel auf. Denn trotz der zahlreichen Verbrechen beginnen die Bandenmitstreiter dem Spieler unweigerlich ans Herz zu wachsen.

Im Gegensatz zu Grand Theft Auto, das bewusst satirisch überspitzt mit der Gesellschaft abrechnet, kommt Red Dead Redemption 2 etwas empfindsamer daher.

Red Dead Redemption 2 - Anwärter auf Game of the Year?

Red Dead Redemption 2 ist also mehr als stumpfes Western-Geballer. Auch wenn dieser Punkt natürlich in dem Spätwestern nicht zu kurz kommen darf: Red Dead Redemption 2 ermöglicht es dem Spieler, in die Welt des Wilden Westens einzutauchen und unzählige Stunden in der Spielwelt zu verbringen.

Ob wegen der gelungenen Haupthandlung des Spiels, der vielschichtigen Charaktere, der offenen Spielwelt mit unzähligen Möglichkeiten und Kuriositäten - der Hype um Red Dead Redemption 2 kommt nicht von ungefähr.

Ob Red Dead Redemption 2 zum Game of the Year gekürt wird, steht noch nicht fest, denn die Konkurrenz ist groß in diesem Jahr. Titel wie Call of Duty Black Ops 4, Battlefield V, NBA 2K19 und Far Cry 5 stehen hoch im Kurs. Gute Chancen hat das Western-Epos jedoch allemal.

Derzeit ist Red Dead Redemption 2 für PS4 und XBox One erhältlich. Es ist noch unklar, ob der Konsolenhit auch für den PC erscheinen wird.

Von RND/tr

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