Menü
Lübecker Nachrichten | Ihre Zeitung aus Lübeck
Anmelden
Neu im Netz Roboter und Drohnen Trendthemen bei IT-Messe CeBIT
Nachrichten Medien Neu im Netz Roboter und Drohnen Trendthemen bei IT-Messe CeBIT
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
16:22 25.01.2017
Der kleine Roboter "Pepper" war einer der Stars auf der CeBIT 2016. Quelle: Peter Steffen
Hannover

Die CeBIT in Hannover will mit einem Fokus auf Datensicherheit, künstliche Intelligenz, Roboter und virtuelle Realität am Puls der Zeit bleiben. Messechef Oliver Frese versprach für die diesjährige Auflage vom 20. bis 24. März zahlreiche Anwendungsbeispiele für die Industrie.

Auch Edward Snowden darf nicht fehlen: Der NSA-Enthüller wird sich erneut per Video-Schaltung aus seinem russischen Exil zu Wort melden.

„Die Digitalisierung hat das Labor verlassen, sie ist angekommen in den Betrieben“, betonte Freese zur Vorstellung der CeBIT-Trends am Mittwoch. Die Messe in Hannover sei ein Schaufenster der Zukunft. Partnerland ist diesmal die Technologienation Japan, aus der rund 120 Unternehmen nach Hannover kommen werden.

Insgesamt will die Messe die Branchen Versicherungen und Banken, Handel, den Gesundheitssektor, die öffentliche Hand und den Automobilbereich in den Mittelpunkt rücken. Einen besonderen Akzent legt die diesjährige CeBIT auf das Thema Drohnen.

Bei der Leistungsschau der Digital-Branche wird der Politik diesmal zugleich besondere Aufmerksamkeit zuteil. Der zuletzt bei den US-Wahlen kontrovers diskutierte Einsatz von Bots - Software, die in Online-Netzwerken mit Menschen kommunizieren kann - wird bei in Hannover eine wichtige Rolle spielen.

Auch das geplante Treffen des Premierministers aus dem diesjährigen CeBIT-Partnerland Japan, Shinzo Abe, mit Kanzlerin Angela Merkel (CDU) auf der Messe könnte der politischen Standortbestimmung nach der Wahl von US-Präsident Donald Trump dienen. Japans Botschafter Takeshi Yagi bestätigte entsprechende Pläne. Wegen der zum gleichen Zeitpunkt stattfindenden Sitzungswoche des Parlaments in Tokio steht eine endgültige Bestätigung des Abe-Besuchs aber noch aus.

Insgesamt haben sich fünf Bundesminister angesagt, die auf der Messe das zentrale Thema Digitalisierung mit ihren Chancen und Herausforderungen beleuchten werden. Dabei verschwimmen die Grenzen zwischen Mensch und Maschine immer mehr. „Das ist eine Entwicklung, die man jetzt schon sieht“, sagte der Hauptgeschäftsführer des deutschen IT-Branchenverbands Bitkom, Bernhard Rohleder. Sie werfe zunehmend gesellschaftliche und auch ethische Fragen auf. Daher sei die Messe als Trendmesser, Impulsgeber und Richtungszeiger in die digitale Welt so wichtig geworden.

Der Branche selbst gehe es gut, sagte Rohleder mit Blick auf das moderate Wachstum der deutschen IT-Branche. Sie erwartet gegenüber den Umsätzen des Vorjahres ein moderates 1,2-prozentiges Wachstum auf 162,4 Milliarden Euro (2016: 160,5 Mrd Euro).

Japan als Deutschlands zweitgrößter Handelspartner in Asien wird bei der Messe mit einem Großaufgebot von 120 Unternehmen vertreten sein. Sie wollen den Vorhang zur digitalen Zukunft ein wenig lüften: Von humanoiden Robotern bis hin zu intelligenten Prothesen oder digitalen Altenpflegern reicht die Spanne der Anwendungen, die Hitoshi Masuda von der Handelsbehörde Jetro am Mittwoch in Hannover vorstellte.

Eine ganze Halle wird diesmal den Drohnen und ihren zunehmenden Einsatzgebieten gewidmet sein. Auch die Datensicherheit wird ein Schwerpunktthema sein: Rund 300 Unternehmen werden sich dem Thema widmen. Der Einsatz von künstlicher Intelligenz oder Robotern sowie die virtuelle Realität (VR) gehören zu den weiteren Trendthemen der CeBIT, bei der Chancen und Herausforderungen der digitalen Transformation beleuchtet werden sollen.

Der Volkswagen-Konzern plant auf der CeBIT den Start eines Start-up-Inkubators für seinen Mobilitätsdienst, der Elektroauto-Hersteller Tesla präsentiert ebenfalls Ideen für die mobile Welt von morgen. Wer die Welt der fahrerlosen Fahrzeuge selbst erproben will, hat dazu auch auf der CeBIT Gelegenheit: Die Organisatoren wollen autonom fahrende Shuttle-Zubringer einsetzen.

dpa

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 22:00 und 07:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

Microsoft wehrt sich seit Monaten gegen Ansprüche der US-Regierung, US-Behörden ohne weiteres Zugriff auf Kundendaten außerhalb der USA zu gewähren. Ein neuer Vorstoß der Strafverfolger in New York gegen Microsoft scheiterte nun denkbar knapp.

25.01.2017

Das @-Zeichen wird er nie wieder vergessen: Ein Mitarbeiter der Münchener Polizei wurde von seinen Kollegen zur Strafarbeit verdonnert, weil er auf Twitter einen Fehler gemacht hatte.

24.01.2017

Häftlinge haben keinen Anspruch auf Internet hinter Gittern. Daran ändert auch das jüngste Urteil des Europäischen Gerichtshofs für Menschenrechte (EGMR) nichts. Es verurteilte Litauen – aber nur in einem speziellen Fall.

17.01.2017