Menü
Lübecker Nachrichten | Ihre Zeitung aus Lübeck
Anmelden
Neu im Netz Streit um Messaging-Patente: Blackberry verklagt Facebook
Nachrichten Medien Neu im Netz Streit um Messaging-Patente: Blackberry verklagt Facebook
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
08:25 07.03.2018
Der Smartphone-Pionier Blackberry wirft Facebook in einer Klage Patentverletzungen vor. Quelle: Stephen Morrison/epa
Los Angeles

Der Smartphone-Pionier Blackberry wirft Facebook in einer Klage Patentverletzungen vor. Es geht um sieben Patente für Technologien, die in Facebooks App sowie von Kurzmitteilungsdiensten Messenger und WhatsApp sowie der Fotoplattform Instagram genutzt würden, erklärte Blackberry.

Unter den Patenten ist die Idee, ein App-Symbol mit einem Zähler für die Anzahl ungelesener Nachrichten zu versehen. Oder auch, Leute in Fotos zu markieren und dabei in einer Suchzeile Namensvorschläge zum Vervollständigen zu bekommen. Bei den anderen Patenten geht es zum Beispiel um Technologien von Blackberrys Verschlüsselungs-Lösungen, das Einbinden von Messaging-Diensten in Spiele, sowie das Verschicken von Nachrichten.

Blackberry machte deutlich, dass der am Dienstag eingereichten Klage lange Gespräche mit Facebook vorausgingen. „Wir werden uns wehren“, erklärte der stellvertretende Facebook-Chefjustiziar Paul Grewal. „Blackberry hat aufgehört, selbst Innovationen herauszubringen und versucht nun, bei den Erfindungen anderer abzukassieren.“ Das zeige, in welchem Zustand sich das Messaging-Geschäft des Unternehmens befinde.

Blackberry war eine treibende Kraft in den Anfangsjahren des Smartphone-Geschäfts, geriet mit dem Erfolg von Apples iPhone und später Googles Android-System aber ins Abseits. Nun versucht Blackberry sein Glück mit Software.

Unter dem aktuellen Chef John Chen wurde die verlustreiche eigene Entwicklung und Produktion von Smartphones eingestellt. Telefone der Marke Blackberry gibt es zwar immer noch, aber die werden vom chinesischen Hersteller TCL gebaut, der die Namensrechte bekam.

Chen erklärte jüngst, Blackberry sei nicht mehr im Sanierungsstadium. Er schreckt vor dem Gang vor Gericht nicht zurück: Im vergangenen Jahr bekam Blackberry rund 815 Millionen Dollar (658 Mio Euro) vom Chipkonzern Qualcomm zurückerstattet. Der Smartphone-Pionier konnte sich mit dem Argument durchsetzen, dass ihm eine Rückzahlung zustehe, weil er weniger Smartphones verkaufte als die Patent-Vereinbarung mit Qualcomm vorsah.

dpa

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 22:00 und 07:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

Vor einigen Monaten hat der Nachrichtendienst WhatsApp erstmals die Löschfunktion eingeführt. Sieben Minuten hatten die Nutzer bisher Zeit, um eine verschickte Nachricht zu widerrufen. Die Funktion soll nun deutlich erweitert werden.

06.03.2018

Die Deutsche Telekom zeigt sich im Streit mit der Bundesnetzagentur über Streaming-Dienste unbeeindruckt. „Wir sehen uns absolut im Recht“, sagte Telekom-Deutschlandchef Dirk Wössner in Bonn.

06.03.2018

Es gibt Themen, denen entkommt man nicht: Vernetzte Autos, Häuser und Geräte gehören dazu. Oder der nächste Mobilfunkstandard 5G. Alles nur heiße Luft? Mitnichten. Die wachsende Vernetzung und 5G hängen sogar zusammen. Und es geht um deutlich mehr als nur Bandbreite.

27.02.2018