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Studie: Internet-Generation schaut genauso viel Fernsehen

Medien Studie: Internet-Generation schaut genauso viel Fernsehen

Die erste Generation, die mit dem Internet aufgewachsen ist, glotzt inzwischen ungefähr genauso viel Fernsehen wie der Durchschnittsbürger.

München. Die erste Generation, die mit dem Internet aufgewachsen ist, glotzt inzwischen ungefähr genauso viel Fernsehen wie der Durchschnittsbürger. Das zeigt eine Studie, die die Mediengruppe RTL Deutschland am Donnerstag auf den Münchener Medientagen vorstellte.

„Nach 14 Jahren Internet kann man sagen: Da ist jetzt eine Generation heraus gewachsen“, sagte der Geschäftsführer von RTL interactive, Marc Schröder. „Ich will nicht Entwarnung geben, aber die beruhigende Erkenntnis ist, dass sie zurückkommen.“

Die Gesellschaft für Konsumforschung habe eine Gruppe untersucht: „Was ist mit Menschen, die im Jahr 2000 18 waren und jetzt 30 sind?“ Erwartungsgemäß müssten diese Zuschauer eigentlich deutlich weniger fernsehen, sagte Schröder. Aber: „Das tun sie nicht. Sie schauen erstens mehr fern als ein 30-Jähriger vor zwölf Jahren. Und sie schauen zweitens natürlich mehr fern, als sie es mit 18 getan haben.“

Das stütze die These, dass zumindest die erste Generation der „Digital Natives“ für das Fernsehen nicht verloren sei, „sondern dass diese Generation wieder zu diesen Medien zurückkommt - und natürlich parallel nutzt.“ Diese Gruppe werde, weil sie es gelernt habe, mehr „On Demand“ nutzen. „Aber wir glauben nicht, dass diese Nutzer verloren sind. Ob das für die Generation von YouTube und Facebook genauso ist, das vermag ich nicht zu sagen, aber zumindest gibt es Tendenzen, dass neben der Sozialisierung auch die Lebenssituation eine große Rolle spielt.“

Die Rückkehr der einstigen Internet-Jugend hänge mit privaten Umbrüchen zusammen. „Das hat sehr viel mit allgemeinen Lebensumständen zu tun. Irgendwann hat man Familie, muss man arbeiten, hat nicht nur Party, hat Kinder. Und die Frage, wie interaktiv ich abends um 22 Uhr vor dem Fernseher sein will, ist dann geklärt“, sagte Schröder.

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