Menü
Lübecker Nachrichten | Ihre Zeitung aus Lübeck
Anmelden
Neu im Netz Sucht nach Videospielen kommt auf Krankheitskatalog der WHO
Nachrichten Medien Neu im Netz Sucht nach Videospielen kommt auf Krankheitskatalog der WHO
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
15:16 07.02.2018
Sucht nach Videospielen ist in den Katalog von psychischen Krankheiten der WHO aufgenommen worden. Quelle: Sebastian Gollnow
Anzeige
Genf

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) nimmt die Sucht nach Videospielen in ihren Katalog von psychischen Krankheiten auf. Das bestätigte der WHO-Generaldirektor Tedros Adhanom Ghebreyesus in Genf.

Der neue Katalog wird im Juni aufgelegt. Darauf stützen sich etwa nationale Gesundheitsbehörden und Versicherungen. Die Diagnose „Gaming Disorder“ geht über stundenlanges Videospielen hinaus. Vielmehr sind Menschen gemeint, deren Leben durch die Sucht nachhaltig verändert wird und die nicht aufgeben können. „Diese Sucht beeinträchtigt auch körperliche Funktionen“, sagte Tedros. Er nannte etwa das Augenlicht und die Fitness. Die Aufnahme in den Katalog sei ein erster Schritt, dann entwickele die WHO Richtlinien für Behandlungsmöglichkeiten.

Tedros will die Reaktionsschnelligkeit der WHO bei Notlagen wie großen Krankheitsausbrüchen erhöhen. Dazu sollen Länder mit der nötigen Kapazität eigene Nothelferteams aufbauen, die innerhalb von 72 Stunden auch in Nachbarländern eingesetzt werden können. Sie sollten mit echten Übungseinsätzen trainiert werden. Er erwarte bis zur WHO-Jahrestagung im Mai Zusagen von Ländern, die solche Teams aufstellen könnten, sagte Tedros. Beim Ausbruch der Ebola-Krise in Afrika 2014 hatte die WHO selbst eingeräumt, zu zögerlich reagiert zu haben. Mehr als 11 000 Menschen kamen um.

Er werde in den WHO-Programmen in aller Welt mehr Fokus auf Krankheitsvorbeugung legen und auf die Verbesserung der medizinischen Grundversorgung. Die gesundheitlichen Folgen des Klimawandels müssten zudem ein zentrales Thema werden, sagte Tedros.

dpa

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 22:00 und 07:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

Snapchat galt erst als zentraler Herausforderer von Facebook und dann als große Enttäuschung für Anleger. Aber die jüngsten Quartalszahlen zeigen, dass die Foto-App doch noch wieder wachsen kann.

07.02.2018

Es ist frustrierend: Viele Klicks, viel Scrollen, und dann klappt der Online-Kauf am Ende doch nicht. Schuld ist oft das sogenannte Geoblocking, mit dem EU-Bürger vom Internet-Shopping im Ausland abgehalten werden. Doch damit könnte bald Schluss sein.

06.02.2018

Ausgerechnet im grenzenlosen Internet stößt der Verbraucher beim Online-Shopping ständig an Grenzen. Bis jetzt. Das Europäische Parlament hat am Dienstag jedoch das Geoblocking abgeschafft – zumindest für Waren und Dienstleistungen. Doch die große Freiheit gibt es für den Kunden immer noch nicht. Was gilt denn nun?

06.02.2018
Anzeige