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Medien „Roseanne“-Neuauflage wird abgesetzt
Nachrichten Medien „Roseanne“-Neuauflage wird abgesetzt
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21:48 29.05.2018
Entschuldigte sich für ihren Tweet: Roseanne Barr. Quelle: AP
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New York

Nach einem rassistischen Tweet der Hauptdarstellerin über eine frühere Beraterin von US-Präsident Barack Obama stellt der Fernsehsender ABC die Neuauflage der Sitcom „Roseanne“ ein. Das teilte die Chefin von ABC Entertainment, Channing Dungey, am Dienstag mit. Der Twitter-Kommentar von Schauspielerin Roseanne Barr sei verabscheuungswürdig und widerlich. Außerdem entspreche er nicht den Werten des US-Senders, weshalb entschieden worden sei, die Serie abzusetzen.

Hauptdarstellerin Barr hatte auf Twitter über Obama-Beraterin Valerie Jarrett geschrieben, diese sei ein Produkt der Muslimbruderschaft und des Films „Planet der Affen“. Später entschuldigte sie sich dafür, einen schlechten Scherz gemacht zu haben. Den rassistischen Tweet löschte sie.

In den 90er Jahren galt „Roseanne“ als Kultserie. Die Neuauflage feierte mehr als zwei Jahrzehnte später ein beachtliches Comeback: Mehr als 18 Millionen Zuschauer schalteten bei der Neuauflage Ende März zunächst ein. Unter konservativen Fernsehfreunden waren die neuen Folgen deshalb beliebt, weil Barrs Figur eine Unterstützerin von US-Präsident Donald Trump verkörpert. Sie liefert sich Wortduelle mit ihrer Schwester, einer ausgewiesenen Trump-Gegnerin.

ABC befindet sich im Besitz des Disney-Konzerns, dessen Chef Robert Iger sich hinter die Entscheidung von Dungey stellte. „Es gab hier nur eine Sache zu tun und das war die richtige Sache“, schrieb er auf Twitter.

Zuvor hatte bereits die beratende Produzentin Wanda Sykes mitgeteilt, „Roseanne“ zu verlassen. Nebendarstellerin Sara Gilbert bezeichnete den Tweet als abscheulich.

Von RND/dpa

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