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168 Millionen zu viel

Weltweite Kinderarbeit 168 Millionen zu viel

Sumangali, das heißt in der tamilischen Sprache „glückliche Braut“. Ein schönes Wort für ein perfides System der Ausbeutung: In südindischen Textilfabriken erarbeiten junge Mädchen ihre eigene Mitgift, ...

Sumangali, das heißt in der tamilischen Sprache „glückliche Braut“. Ein schönes Wort für ein perfides System der Ausbeutung: In südindischen Textilfabriken erarbeiten junge Mädchen ihre eigene Mitgift, die später dann an den Bräutigam ausgezahlt wird. „Sumangali“ ist laut der Menschenrechtsorganisation Terre des Hommes eine der schlimmsten Formen der Kinderarbeit. Es ist nur eine von vielen.

Nach aktuellen Schätzungen der Internationalen Arbeitsorganisation (ILO) gibt es weltweit 168 Millionen Kinderarbeiter. Sie sind klein, flink und billig. Sie arbeiten anstatt zu lernen. Das Gute ist: Die Kinderarbeit ist seit 2000 um ein Drittel gesunken — das ist der politischen Arbeit der ILO und dem Einsatz zahlreicher Menschenrechtsorganisationen zu verdanken. Das Schlechte ist: Es sind 168 Millionen Kinder zu viel. In Deutschland leben nur halb so viele Menschen — als Kunden profitieren sie alle am Ende der Handelskette von der Arbeit der „glücklichen Bräute“ in Indiens Textilfabriken. Es sei denn, sie kaufen diese Kleider nicht. Auch das ist eine politische Entscheidung.

LN

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Genf/Berlin
Auf dem Boden sitzend verkauft dieses Mädchen in Neu-Delhi Früchte.

Weltweit müssen 168 Millionen Kinder Geld verdienen. Doch insgesamt bessert sich ihre Lage.

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