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770 000 offene Asylfälle: Das unbeliebte Amt als Bamf-Chef

Kommentar 770 000 offene Asylfälle: Das unbeliebte Amt als Bamf-Chef

Macht ihr es doch besser — dieser Gedanke dürfte Frank-Jürgen Weise, Chef des Bundesamts für Migration und Flüchtlinge, in letzter Zeit oft beschlichen haben.

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Obergrenzen helfen wenig

Von Marina Kormbaki

Denn nach Meinung vieler Landespolitiker trägt Weises Behörde eine große Mitschuld an der Flüchtlingskrise. Das Bamf arbeite viel zu langsam, so der Vorwurf.

Die Kritik liegt nahe angesichts derzeit bis zu 770 000 unbearbeiteten Asylfällen. Sie ist aber nicht fair. Die ohnehin nie üppig ausgestattete Nürnberger Behörde wurde in den vergangenen 20 Jahren stark verkleinert. Noch bis vor Kurzem lehnte das Bundesinnenministerium Bitten nach mehr Personal ab. Weise ist jetzt dabei, die Mitarbeiterzahl auf 7300 zu verdreifachen — im laufenden Betrieb.

Die kritischen Landesminister sollten ihre Energie lieber darauf verwenden, dass noch mehr Leute beim Bamf eingestellt werden. 7300 Beschäftigte reichen nicht aus für eine effiziente Bearbeitung Hunderttausender Asylanträge — einer Fallbearbeitung, die zugleich rechtsstaatlichen Standards entsprechen muss.

Ein Kommentar von Marina Kormbaki

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