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Aufstieg in eine höhere Liga

INTERNATIONALE PRESSESTIMMEN Aufstieg in eine höhere Liga

 Meinungen internationaler Zeitungen zu den jüngsten Entwicklungen in Syrien.

Der Standard (Wien, Österreich): „Die „Einstellung der Feindseligkeiten“ — also kein Waffenstillstand — ist provisorisch, gilt nicht überall, und auch nicht alle, die sich vorher dazu bekennen, werden sich daran halten. Die Abmachungen sind vage, Umsetzungsmechanismen fehlen beinahe völlig, das Verhältnis der Sponsoren des Plans, USA und Russland, ist prekär. Und dennoch ist diese Waffenruhe bedeutend: Das Mantra, dass es für Syrien keine militärische Lösung gebe, mündet in konkrete Schritte am Boden.“

Lidove noviny (Prag, Tschechien): „Bezogen auf einen Krieg, der schon seit fünf Jahren andauert und 300000 Tote gefordert hat (ebenso viele wie die Schlacht von Verdun), nimmt man das Wort Waffenstillstand nur mit großer Zurückhaltung in den Mund. Solche Hoffnungen hatte es schon gegeben. Doch der vor einem Jahr abgeschlossene Waffenstillstand in der Ostukraine funktioniert nicht so, wie er funktionieren sollte. Die für Syrien angekündigte Feuerpause unterscheidet sich davon insofern, als sich diesmal USA und Russland miteinander verständigt haben. Das ist ein Aufstieg in eine höhere Liga. Versuchen Sie nur, sich zu erinnern, wann sich Washington und Moskau zuletzt in einer Frage einig waren.“

Komsomolskaja Prawda (Moskau, Russland): „Wenngleich sie auch meinten, über Russland als „Regionalmacht“ sprechen zu müssen, werden die Amerikaner doch genau mit dieser zu tun haben, um gemeinsam die Sterilisation der eitrigsten Wunde des Planeten zu versuchen. Die gewählte Methode dieser politischen Chirurgie sieht nicht nur ein Ende der Kampfhandlungen durch die Verbündeten beider Länder in der Region vor, sondern auch eine vollständige Vernichtung der Kämpfer des „Islamischen Staates“. Beispiellos an der Operation ist, dass jetzt zum ersten Mal nach dem Zweiten Weltkrieg die USA und Russland Seite an Seite gegen einen gemeinsamen Feind kämpfen.“

Duma (Sofia, Bulgarien): „Irgendwo am Ende des Tunnels, in den gewisse Kräfte Syrien und das syrische Volk gnadenlos brachten, gibt es nun wohl Licht — flackernd, aber doch bemerkbar. Nach vier Jahren grausamen Bürgerkriegs, der Millionen Menschen vertrieb und das Leben von Hunderttausenden Menschen kostete fand die Regierung die Kraft, gesetzliche Parlamentswahlen anzukündigen mit Blick auf die Zukunft des Volkes.“

LN

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