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Besonnen streiten

Strafrabatt für Tyrannenmord? Besonnen streiten

Ist das Leben eines Mannes, der Frau und Kinder schlägt, weniger wert als das eines liebenden Zeitgenossen?

Ist das Leben eines Mannes, der Frau und Kinder schlägt, weniger wert als das eines liebenden Zeitgenossen? SPD-Bundesjustizminister Heiko Maas jedenfalls will es zum Beispiel möglich machen, dass Ehefrauen, die so einen Tyrannen ermorden, einen Strafrabatt bekommen. Nicht mehr zwingend Lebenslänglich, sondern vielleicht nur fünf Jahre Haft.

 

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Von Wolfram Hammer

„Ja, richtig so“, sagt der Gerechtigkeitssinn doch sofort. „Wirklich?“, fragt das Gewissen etwas später nach. Brechen wir damit aber nicht ein Tabu? Dass in diesem Lande nämlich niemand niemals und aus keinem Grunde einen anderen Menschen vorsätzlich töten darf?

Die Debatte rührt an moralische Grundfesten. Die Gesellschaft sollte sich deshalb viel Zeit dafür nehmen und von der Politik keine schnelle Antwort einfordern. Dass die Diskussion über Maas‘

Reformpläne für den Mordparagrafen im Strafgesetzbuch in Berlin sofort parteipolitisch geführt wird — die SPD dafür, die CDU/CSU dagegen —, ist ein schlechtes Signal. Im Norden debattieren die Parteien das Thema besonnener. Das sollte sich Berlin zum Vorbild nehmen.

LN

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