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Cameron spielt mit hohem Einsatz

INTERNATIONALE PRESSESTIMMEN Cameron spielt mit hohem Einsatz

Meinungen aus europäischen Zeitungen zu den Folgen eines möglichen „Brexits“ - und anderen Themen.

Meinungen aus europäischen Zeitungen zu den Folgen eines möglichen „Brexits“:

Le Monde (Paris, Frankreich): „Man dachte, die Briten hätten das Konzept des „Clubs“ erfunden, zu dem auch „Spielregeln“ gehören, an die sich alle halten müssen, die dem Club beitreten. Was für viele der großartigen Aktivitäten gilt, die jenseits des Ärmelkanals erfunden wurden, vom Tennis bis zum Rugby, funktioniert leider nicht, sobald es um die Mitgliedschaft der Briten in Europa geht:

Innerhalb des Clubs wollen sie immer noch einen Sonderstatus. Das ist kein Fair Play. (...) Der Premierminister spielt mit hohem Einsatz. Sollte das Nein sich durchsetzen, wird nicht nur die EU darunter leiden. David Cameron wird der Mann bleiben, der riskiert hat die EU und sein eigenes Land zu zerstören, um den engstirnigen englischen Nationalismus zufriedenzustellen. Too much!“

Times (London, Großbritannien): „Es ist Sache der Austritts- und der Bleiben-Seite, den Wählern die Existenzform des Vereinigten Königreichs außerhalb der Europäischen Union zu erklären. So wichtig, wie Großbritannien für die Eurozone ist, könnte ein Freihandelsabkommen relativ schnell ausgehandelt werden. Viele Wirtschaftsexperten glauben, dass die Chancen gut stehen, dass es keine Zölle auf britische Waren geben würde. Weniger sicher ist, was die EU in Sachen Arbeitsmarktregeln und Sicherheitsbestimmungen verlangen würde.“

Latvijas Avize (Riga, Lettland): „In der regierenden Konservativen Partei braut sich eine Rebellion zusammen — mehr als 100 Abgeordnete könnten gegen die von Premier David Cameron erzielte Einigung stimmen. Mindestens ein halbes Dutzend von Cameron Kabinettsmitglieder hat angekündigt, beim angesetzten Referendum für einen Austritt Großbritanniens aus der EU zu stimmen. Doch der größte Schlag für den Premier war die Entscheidung seines Parteikollegen Boris Johnson, die Euroskeptiker zu unterstützen.“

Adevarul (Bukarest, Rumänien): „Es wird immer klarer, dass das Brexit-Problem schnell als Präzedenzfall benutzt werden kann, weil David Cameron mit dem stillschweigenden Einverständnis aller die große Büchse der Pandora geöffnet hat. (...) Es geht um das superheikle Problem mit einem enormen Explosionspotenzial, nämlich um die Art, wie die sogenannten internen Wirtschaftsmigranten künftig behandelt werden, nämlich die EU-Bürger, die aus den armen Regionen des Ostens und des plötzlich verarmten Südens, etwa aus Griechenland, kommen. Hierbei hat Cameron nur seit langem offene Türen eingerannt: Alle westlichen Staaten haben bereits in der einen oder anderen Form das Problem der Überlastung ihrer nationalen Sozialsysteme angemahnt, die von jenen auf eine schwere Probe gestellt werden, denen vorgeworfen wird, nur in der Hoffnung auf Sozialhilfe gekommen zu sein.“

Nicht nur Beleidigungen - Ein Kommentar zu den fremdenfeindlichen Übergriffen in Sachsen:

Diena (Riga, Lettland): „Deutsche Offizielle und Politiker haben die Vorfälle gegen Asylbewerber in der vergangenen Woche in Sachsen  scharf verurteilt. Die Vorkommnisse  zeigen die wachsende Anti-Migranten-Stimmung in der deutschen Gesellschaft, die zunehmend häufiger nicht nur in verbalen Beleidigungen, sondern auch in Form von körperlichen Angriffen zum Ausdruck kommt.“

LN

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