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Die Kirche im Dorf lassen

Kommentar zu Glyphosat im Bier Die Kirche im Dorf lassen

In der Diskussion um den Unkrautvernichter Glyphosat, der in 14 deutschen Biersorten nachgewiesen wurde, sollte man die Kirche im Dorf lassen, meint unser Redakteur Curd Tönnemann.

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Von Curd Tönnemann

Die Geschichte vom Unkrautvernichter Glyphosat ist eine Geschichte vom Lobbyismus. Glyphosat wurde in Brötchen nachgewiesen und anderen Lebensmitteln. Das Pestizid könnte Krebs verursachen. Dem Verdacht wissenschaftlich auf den Grund zu gehen, ist daher geboten. Punkt.

Bis dahin muss man die Kirche im Dorf lassen. Genauso wie das Münchener Umweltinstitut Bauern und Brauereien unterstellt, die Gefahren des Pflanzengifts aus Eigeninteresse kleinzureden, muss sich das Institut vorwerfen lassen, einen Test vorgelegt zu haben, dessen Ergebnisse dünn sind — allein wegen der Messmethode. Die veröffentlichten Werte gäben nur die Belastung der untersuchten Charge wieder, erlaubten keine generelle Aussage über die Belastung des Bieres, räumt das Institut, gegründet nach der Reaktorkatastrophe in Tschernobyl, ein.

Doch 14 Biere stehen am Pranger. Offenbar hatten die Wissenschaftler beim Test viel Schaum vorm Mund. Ein Mensch muss 1000 Liter Bier am Tag trinken, ehe ihm Glyphosat gefährlich wird. Da stirbt man wohl eher am Alkohol im Bier.

Ein Kommentar von Curd Tönnemann

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