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Die wichtigsten Wochen des Lebens

Ferien sind wertvoll für Kinder – und für die Erwachsenen auch. Die wichtigsten Wochen des Lebens

Nicht jeder wird es auf Anhieb bemerkt haben, aber es ist Halbzeit. Eine Art Bergfest, wenn man so will.

Nicht jeder wird es auf Anhieb bemerkt haben, aber es ist Halbzeit. Eine Art Bergfest, wenn man so will. Heute ist die erste Hälfte der Herbstferien in Schleswig-Holstein vorbei, eine Woche noch, und der Schulalltag hat die Kinder (und damit auch die Erwachsenen) wieder. Das Glas ist also halb leer; oder halb voll, je nach Sichtweise.

 

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Von Uwe Nesemann

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Viel ist geredet worden über Sinn und Unsinn dieser Herbstferien, die in acht Bundesländern schon wieder vorbei sind, in zwei anderen haben sie noch gar nicht begonnen. In Mecklenburg-Vorpommern fangen sie erst morgen an, dauern aber auch nur eine Woche. Dafür leistet man sich dort zwei Wochen Winterferien im Februar, um Kindern und Eltern eine Ruhepause zu gönnen in der langen Strecke zwischen dem Jahreswechsel und Ostern. Ohne den alten Streit nach solchen Winterferien erneut aufbrechen zu wollen: Nur von Nachteil ist die Regelung unserer Nachbarn sicher nicht.

Ferien – das ist wie ein Zauberwort, zwei Silben voller Magie. Man darf es gerne durch die Seele gleiten und sich der Erinnerung anheim fallen lassen. Es hat keine Singularform, und es ist ein Wort, dass selten von negativem Beigeschmack begleitet wird. Ferien, dass ist ein Synonym für Leben, Freude und Spaß. Und Freiheit, natürlich. Fragt man Erwachsene nach ihren schönsten Kindheitserinnerungen, sind fast immer Ereignisse aus den Ferien dabei.

Dass Ferien wichtig sind, ist längst unumstritten. Kinder brauchen diese längeren Auszeiten, und Eltern brauchen sie eigentlich auch. Eigentlich, weil anders als im Sommer in den Herbstferien für die meisten der berufliche Alltag weiterläuft und damit gemeinsame Freizeit oder gar eine Urlaubsreise flachfallen. Herbstferien laufen oft genug in einer Parallelwelt, die Kinder haben frei, die Eltern aber nicht. Das macht sie für manchen zu einer Mogelpackung, Ferien zweiter Klasse. Nicht umsonst werden ja bei uns die Begriffe „Ferien“ und „Urlaub“ vermischt, obwohl es verschiedene Dinge sind.

Aber selbst der Duden trennt da nicht mehr messerscharf.

Doch auch ohne gemeinsame Urlaubsreisen sind Ferien für die Entwicklung der Kinder wichtig. Laut einer Studie amerikanischer Kinderärzte fördern sie die geistigen, sozialen, emotionalen und körperlichen Fähigkeiten. Dies vor allem deshalb, weil Kinder ihre kognitiven Fähigkeiten ohne Stress entwickeln können. Mit anderen Worten: Sie hören auch in den Ferien nicht auf zu lernen – sie lernen nur anders, und sie lernen andere Dinge, die aber ebenso wichtig sind wie Mathe, Englisch oder Erdkunde. Vielleicht sogar noch wichtiger.

Kinder sind nämlich neugierig. Das war immer so, und das hört nicht auf, nur weil sie ein paar Wochen nicht zur Schule gehen. Auch deshalb sollte man diese Zeit wertschätzen. Und nicht vergessen: Es ist erst Bergfest. Das Glas ist ist noch halb voll. Ganz sicher.

LN

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