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Draghis Schatten

Stiftungen unter Zins-Druck Draghis Schatten

Die Europäische Zentralbank, ihr Chef Mario Draghi, seine Niedrigzinspolitik – alles weit weg? Niedrige Zinsen nur eine Plage für Reiche, die nichts mehr für ihr Vermögen bekommen?

Die Europäische Zentralbank, ihr Chef Mario Draghi, seine Niedrigzinspolitik – alles weit weg? Niedrige Zinsen nur eine Plage für Reiche, die nichts mehr für ihr Vermögen bekommen? Von wegen. Mitten in Lübeck, mitten im Land kommen immer mehr soziale Projekte ins Rutschen, weil wegen der Minizinsen auch den Stiftungen das Fördergeld ausgeht.

Es gibt erste Warnungen, die EZB gefährde das ganze bewährte Stiftungswesen. Damit setzt sie letzten Endes jenes Zerstörungswerk im Kleinen fort, das sie im Großen längst begonnen hat: Die Entwertung der Alterssicherungen von Millionen von Menschen etwa, weil deren Lebensversicherungen ebenfalls nur noch schmale Gewinne erwirtschaften. Die Entwertung von Sparvermögen, von Sparsamkeit und effizientem Einsatz von Ressourcen überhaupt. Belohnt werden die Schuldenmacher, Regierungen in Südeuropa zum Beispiel und auch in deutschen Bundesländern. Auf die angeblich positiven Effekte, ein deutliches Anziehen der Konjunktur im übrigen Europa, warten wir bislang vergebens.

LN

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