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Ernüchterndes Defizit

Vor Pro-Erdogan-Demo in Köln Ernüchterndes Defizit

Frei nach dem US-Bürgerkriegssieger Abraham Lincoln: Man kann einem Teil der Gesellschaft die ganze Zeit etwas einreden, der ganzen Gesellschaft zeitweise etwas ...

Frei nach dem US-Bürgerkriegssieger Abraham Lincoln: Man kann einem Teil der Gesellschaft die ganze Zeit etwas einreden, der ganzen Gesellschaft zeitweise etwas vormachen – aber man kann nicht allen und sich selbst die ganze Zeit etwas vortäuschen.

Nun ist offenbar eine Zeit da, in der die Hoffnung auf eine Integration der großen türkischen Einwanderergruppe in Deutschland verblasst. Sogar Grünen-Ikone Claudia Roth klagt jetzt, wenn ein erheblicher Teil dieser Gruppe nicht Joachim Gauck, sondern Erdogan als ihren Präsidenten sehe, gebe es offenbar ein „Integrationsdefizit“. Das mag manchen hier schmerzen, den türkischen Präsidenten gewiss nicht. Er sieht sich als Vater der Türken auch hierzulande, was dann brisant werden kann, wenn diese Erdogans Demokratiedefizit begeistert in die deutsche Innenpolitik tragen.

Erdogans Klagen, kein Politiker des Westens habe nach dem Putsch Beileid bekundet, kann man, muss man aber nicht glauben. Hätten die inmitten von Verhaftungs-, Entlassungs- und Demonstrationswellen für die Todesstrafe anreisen sollen? Jedoch: Auch für Erdogan gilt Lincolns Weisheit.

LN

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