Volltextsuche über das Angebot:

21 ° / 12 ° Gewitter

Navigation:
Fürchtet Euch nicht!

Die Weihnachtsbotschaft macht Mut auch in unsicheren Zeiten. Fürchtet Euch nicht!

Wie soll ich Dich empfangen?“ Diese Frage des Kirchenliedes, wie man Weihnachten feiern könne, trotz großer Konflikte, der Erfahrung von Verlusten und der Sorge ...

Voriger Artikel
Doppelmoral
Nächster Artikel
Armutszeugnis

Von Andreas Tietze, Präses der Landeskirche

Wie soll ich Dich empfangen?“ Diese Frage des Kirchenliedes, wie man Weihnachten feiern könne, trotz großer Konflikte, der Erfahrung von Verlusten und der Sorge um die Zukunft stellt sich in jedem Jahr — vielleicht in diesem Jahr besonders.

Denn diese Frage hat viele in den letzten Monaten bewegt, die sich Gedanken darüber machen, wie sie den Menschen nach ihrer Flucht helfen können. Und die Antwort ist: herzlich, zupackend, verbindlich und verbindend, zutiefst menschlich. Menschlich, denn die Antwort auf die Frage sind die Menschen selbst. Viele erinnerten sich daran, wie sie selbst einmal Hilfe und Zuwendung gefunden haben.

Christinnen und Christen feiern an Weihnachten die bedingungslose Zuwendung Gottes zum Menschen. Sie gewinnt Gestalt im Kind in der Krippe. Es sind Bilder einfachster Lebensverhältnisse, die die Geschichte von diesem Kind vor Augen stellt: Eltern, die eine Bleibe suchen und in einem Stall notdürftig unterkommen, Hirten bei ihren Schafen in der Nacht. Aber plötzlich weitet sich der Raum, es wird hell und das Geschehen nimmt eine Wendung, für die wir auch nach etwa 2000 Jahren empfänglich sind.

„Fürchtet Euch nicht!“ — Es sind die drei einfachen Worte des Engels, die Licht in das Dunkel bringen — sie sind wohl noch wichtiger als die prominentesten drei Worte des Jahres 2015 „Wir schaffen das!“ Die Worte des Engels holen uns bei unseren Lebensängsten ab und machen uns Mut, einfach zu vertrauen, keineswegs blind sondern wach und aufmerksam.

Denn was sehen wir, wenn wir in die Krippe schauen? Ein Kind, das Liebe braucht und Liebe schenkt, das uns mit einem Lächeln aus unserer Reserve lockt, das schutzlos ist und unsere Zuwendung benötigt. Wer sich so dem Leben zuwendet, wird reich beschenkt.

Die Botschaft der Heiligen Nacht wird nicht alle Dunkelheit, allen Unfrieden, alle unsere Sorgen und Not aus der Welt schaffen. Sie hat aber ein Licht in die Welt gebracht, durch das wir die Menschen neben uns, im Schatten unserer Gesellschaft und auf der anderen Seite als Schwestern und Brüder erkennen können.

Frohe Weihnachten!

LN

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Kommentar
Sonntagsreden

Von Börse bis Fußballplatz - Blogs unserer "Edelfedern".

Kommentar

Bissig, polemisch, kontrovers: Kommentare aus den LN.

Wie sollte die Bundesregierung in der Türkeipolitik vorgehen?

Reporter vor Ort

In einer fortlaufenden Galerie zeigen wir Ihnen jeden Tag die wichtigsten Bilder aus Lübeck und den umliegenden Kreisen. An dieser Stelle finden Sie die Galerie für den Juli 2017.