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Hochspannung in Lübeck: Wer folgt auf Bernd Saxe?

LEITARTIKEL Hochspannung in Lübeck: Wer folgt auf Bernd Saxe?

Zum vierten Mal erst wird heute in Lübeck ein Bürgermeister direkt gewählt. Zum ersten Mal wird der Sieger nicht Bernd Saxe heißen, der im Mai nach 18 Jahren sein Büro im Rathaus verlässt.

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Von Lars Fetköter

Zum vierten Mal erst wird heute in Lübeck ein Bürgermeister direkt gewählt. Zum ersten Mal wird der Sieger nicht Bernd Saxe heißen, der im Mai nach 18 Jahren sein Büro im Rathaus verlässt. Und erstmals seit 18 Jahren wird es auch wieder spannend: Wen die Lübeckerinnen und Lübecker heute und bei einer möglichen Stichwahl am 19. November zum 229. Bürgermeister ihrer Stadt bestimmen, gilt als völlig offen.

„Entscheiden Sie darüber, wer die Hansestadt Lübeck in die Herausforderungen der Zukunft führen soll.

Heute. Jetzt. In Ihrem Wahllokal.

Das Ergebnis, wie immer es ausfällt, wird Lübeck verändern. Jan Lindenau ist wie Saxe und dessen Vorgänger Michael Bouteiller SPD-Mitglied. Der 38-jährige Bankkaufmann hat sich im Wahlkampf erkennbar vom Amtsinhaber distanziert. Er verspricht, die Lübecker Verwaltung moderner und deutlich bürgerfreundlicher zu machen. Lindenau wäre der jüngste Bürgermeister in Lübecks fast 875 Jahre währenden Geschichte.

Auch die Wahl von Lindenaus Konkurrentin wäre eine Premiere: Kathrin Weiher (55) wäre die erste Frau auf dem Bürgermeistersessel. Weiher setzt auf Dialog und verspricht einen den Menschen zugewandteren Führungsstil als Saxe. Die Kultursenatorin gehört keiner Partei an, mag aber nicht parteilos genannt werden, weil ihre Kandidatur von einem breiten Parteienbündnis getragen werde: CDU, FDP, Grüne, Linke und BfL haben sich hinter ihr versammelt.

Wer von den etablierten Politikern in Lübeck enttäuscht ist, befindet sich in der Zielgruppe von Detlev Stolzenberg (57): Der parteilose Stadtplaner setzt auf mehr Bürgerbeteiligung und belebt mit forschen Attacken jede Diskussion mit seinen Mitbewerbern. Thomas Misch (60) von den Freien Wählern kommt moderater daher, hat aber ebenso wenig wie der parteilose Joachim Heising (51) ein zündendes Thema gefunden, mit dem sich eine Mehrheit der Lübecker elektrisieren lässt. Ali Alam (36), Mitglied der Satirepartei „Die Partei“, wird eher als bunter Spaßvogel wahrgenommen denn als ernsthafter Konkurrent.

Der Wahlkampf ist fair verlaufen, große Wunden wurden nicht gerissen. Die sechs Kandidaten hatten ausreichend Gelegenheit, ihre Vorstellungen bekannt zu machen. Heute Abend wird sich zeigen, wem das am besten gelungen ist.

Wer übernimmt nun Verantwortung für die Geschicke der Hansestadt? Zunächst mal Sie, liebe Lübeckerinnen und Lübecker: Sie haben es in der Hand. Sind Sie etwa wahlmüde, weil Sie nach Landtags- und Bundestagswahl zum dritten Mal in diesem Jahr an die Urne gerufen werden? Kommen Sie! Entscheiden Sie darüber, wer Lübecks Verwaltung in die Herausforderungen der Zukunft führen soll. Heute.

Jetzt. In Ihrem Wahllokal. Es kommt auch auf Ihre Stimme an.

LN

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