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INTERNATIONALE PRESSESTIMMEN

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Das Ziel der Attentäter: Europa, in Angst erstarrt Kommentare europäischer Tageszeitungen zum Terroranschlag von Brüssel: Neatkariga Rita Avize (Riga, Lettland): ...

Das Ziel der Attentäter:

Europa, in Angst erstarrt

Kommentare europäischer Tageszeitungen zum Terroranschlag von Brüssel:

Neatkariga Rita Avize (Riga, Lettland): „Es ist schon eine ernstzunehmende Kriegserklärung. Zweifellos war der Angriff auf Brüssel als Hauptstadt des vereinten Europas nicht zufällig, genauso nicht wie zuvor der Angriff auf Paris — die Zitadelle des sozialistischen Liberalismus. Es sind ideologisch genau gezielte Anschläge direkt auf das Fundament der ,neuen zukünftigen Welt‘.“

Corriere della Sera (Mailand, Italien): „Unter uns sind jede Menge Menschen, die uns hassen. Um die Zwillingstürme zum Einsturz zu bringen, musste Osama bin Laden ein Terrorkommando in die USA  schleusen. In Europa ist das nicht nötig, der IS schwimmt im Teich der Nahost- und Maghreb-Gemeinden, die sich radikalisieren. (...) Deshalb muss der erste Schritt sein, diesen Teich auszutrocknen. Natürlich mit Integration und Kultur, aber auch mit strenger und wirksamer Polizeiarbeit.“

Dennik N (Bratislava, Slowakei): „Auch hinter den Anschlägen von Brüssel dürften radikale Islamisten stehen. Das heißt aber nicht, dass der Islam die Bedrohung ist. Nein, es sind Leute, die jeden Rest von Menschlichkeit verloren haben und glauben, das Morden diene ihrer Sache. Die müssen wir stoppen und bestrafen. Aber nicht auf der Grundlage von Glaube, Hautfarbe oder wegen eines Kopftuchs.“

Lidove noviny (Prag, Tschechien): „Bereits nach der Festnahme von Salah Abdeslam wurde eines deutlich: Der meistgesuchte Mann Europas versteckte sich nicht im Nahen Osten, sondern hielt sich vier Monate lang in Brüssel auf. Denn er bekam Unterstützung von Hinterleuten, die selbst nicht als Fanatiker im Visier der Polizei waren. Es muss Priorität sein, den Kampf um dieses Umfeld zu gewinnen.“

El País (Madrid, Spanien): „Wenn der alte Kontinent den Krieg gegen den Dschihadismus gewinnen will, muss er einen europäischen Plan aufstellen. Der Terrorismus ist neben der Migration die größte Herausforderung. Die Flüchtlinge, die nach Europa kommen, fliehen vor denselben Terroristen, die unsere europäischen Städte angreifen. Frankreich zog es nach den Anschlägen von Paris vor, im Alleingang zu agieren. Dies erwies sich als ein Fehler.“

The Times (London, Großbritannien): „Die Rückkehr der im Bombenbauen ausgebildeten Dschihadisten nach Europa wird in der US-Regierung weitgehend als Folge der europäischen Inkompetenz gesehen, den Zustrom junger, frustrierter junger Männer aus Nordafrika oder dem Nahen Osten zu kontrollieren, die radikalisiert und auf der Suche nach einem Engagement sind. Doch (...) der Dschihad — und es ist keine Panikmache, von einem Gotteskrieg zu sprechen — ist durch den Rückzug der USA aus  dieser turbulenten Region ermutigt worden. Und die Wurzel dieser Gleichgültigkeit ist Obamas Selbstbezogenheit, sein Glaube, dass die USA sich um das großartigere Problem des Weltfriedens kümmern sollte.“

Tages-Anzeiger (Zürich, Schweiz): „Die Erschütterung wird weit über die belgische Hauptstadt hinaus zu spüren sein und lange anhalten. (...) Nach dem Anschlag im Zentrum Europas dürfte der Ruf nach Kontrollen an den Binnengrenzen noch lauter werden und Schengen ernsthafter denn je in Gefahr sein. Ein Europa, das sich abschottet und in Angst erstarrt, ist das Ziel der Attentäter.“

LN

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