Volltextsuche über das Angebot:

2 ° / 0 ° Schneeregen

Navigation:
INTERNATIONALE PRESSESTIMMEN

INTERNATIONALE PRESSESTIMMEN

Griechenland braucht Kompromiss Zur Debatte um eine Schuldenerleichterung für Griechenland De Telegraaf Amsterdam, Niederlande): „Trotz verstärkter Hilfspakete ...

Griechenland braucht

Kompromiss Zur Debatte um eine Schuldenerleichterung für Griechenland De Telegraaf Amsterdam, Niederlande): „Trotz verstärkter Hilfspakete stöhnt das Land immer noch unter einer enormen Schuldenlast von rund 300 Milliarden Euro, wobei Euroländer die größten Gläubiger sind. Unhaltbar sei das, findet der Internationale Währungsfonds (IWF), der sich erst dann wieder stärker an der langfristigen Rettung Griechenlands beteiligen will, wenn sich daran etwas ändert. Für die Euroländer ist der Erlass der Rückzahlung von geliehenem Geld jedoch politisch kaum vermittelbar. (...) Da muss nun zweifellos ein Kompromiss her, indem die griechischen Schulden erneut über eine weitere Senkung der Zinsen sowie eine weitere Streckung der Rückzahlungsfristen erleichtert werden. Das wäre ein zu verteidigender Schritt, wenn die griechische Wirtschaft dadurch wieder in die Gänge käme. Doch die Politiker sollten ehrlich sein: Der Unterschied zu einem Schuldenerlass wäre vor allem optischer Natur.“

Neue Zürcher Zeitung (Zürich, Schweiz): „Man schminkt und rechnet sich also schön. Dazu gehört, dass nicht mehr in erster Linie die bedrohlich hohe Schuldenquote (Schulden in Prozent der Wirtschaftskraft) als Maß für die Tragfähigkeit der Verschuldung herangezogen wird. Viel lieber orientiert man sich neuerdings am sogenannten Bruttofinanzierungsbedarf, der sich vor allem aus den jährlich zu zahlenden Zinsen und Tilgungen ergibt. (...) Das Bestreben der Euro-Gruppe ist offenkundig: Sie will einen heißen Sommer und eine neuerliche Eskalation der Griechenland-Krise um jeden Preis verhindern. Das ungelöste Flüchtlingsproblem und das wacklige Abkommen mit der Türkei sind Herausforderung genug. Vor allem aber will man sich der britischen Stimmbevölkerung wenige Wochen vor der Brexit-Abstimmung als eine halbwegs passable Figur präsentieren. Dass die Geber allenfalls schon 2018, beim Auslaufen des Hilfsprogramms, erneut auf Feld eins stehen werden, spielt in diesem kurzfristigen Kalkül eine bestenfalls marginale Rolle.“

Brexit würde

die ganze EU erschüttern Pravda (Bratislava, Slowakei): „Es ist fast sicher, dass die Europäische Union nach dem Herausfallen eines wichtigen Mitglieds viel weniger gefestigt wäre und beginnen würde, in ihren Grundfesten zu erschüttern. Daher ist möglich, dass auf Großbritannien bald weitere Länder folgen würden. Angesichts der andauernden Spannungen zwischen Nord und Süd wäre auch die gemeinsame Währung bedroht. Das würde den Ende des Traums vom vereinten Europa bedeuten. Alte Animositäten würden wieder aufbrechen, wobei Russland nicht zu vergessen ist, das genussvoll weiter Öl ins Feuer gießen würde. Um sich das zurückzuholen, das ihm nach eigener Überzeugung „historisch“ gehört.“

Neuen Kanzler erwarten Mammutaufgaben Die österreichischen Sozialdemokraten suchen einen Nachfolger für den zurückgetretenen Kanzler Werner Faymann: Der Standard (Wien, Österreich): „Den Neuen erwarten Mammutaufgaben. Als Kanzler: die Arbeitslosigkeit bekämpfen, die Flüchtlingskrise managen, die vernachlässigte Bildungspolitik beleben, das Vertrauen der Bevölkerung zurückgewinnen, der Politikverdrossenheit etwas entgegensetzen – und die FPÖ in Schach halten. Als SPÖ-Chef: den Riss in der Partei kitten, linken und rechten Flügel auf eine gemeinsame Linie einschwören, die innerparteiliche Demokratie stärken, eine nachvollziehbare Kommunikation aufbauen. (...) Diese Woche entscheidet über das Wohl oder Wehe der SPÖ – und letztlich auch der Republik.

LN

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Kommentar
Sonntagsreden

Von Börse bis Fußballplatz - Blogs unserer "Edelfedern".

Kommentar

Bissig, polemisch, kontrovers: Kommentare aus den LN.

Jetzt geht es los - Aber wann ist der perfekte Zeitpunkt zum Weihnachtsbaumkauf?

Reporter vor Ort

In einer fortlaufenden Galerie zeigen wir Ihnen jeden Tag die wichtigsten Bilder aus Lübeck und den umliegenden Kreisen. Klicken Sie hier, um die Galerie für den Dezember 2017 zu sehen!