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INTERNATIONALE PRESSESTIMMEN

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Theresa May und der gordische Knoten Kommentare europäischer Blätter zur Situation in Großbritannien: Lidove noviny (Prag, Tschechien): „,Brexit bedeutet Brexit’, ...

Theresa May und der

gordische Knoten

Kommentare europäischer Blätter zur Situation in Großbritannien:

Lidove noviny (Prag, Tschechien): „,Brexit bedeutet Brexit’, betonte Theresa May kurz und bündig nach der Abstimmung. Seither wird immer klarer, dass die Scheidung ein langer und schmerzhafter Prozess sein wird. Dabei kommt es auf Details an, und wer hätte die Handtasche der einstigen Regierungschefin Margaret Thatcher vergessen? Die eiserne Lady wusste gut, wann sie damit auf den Tisch hauen musste.“

La Repubblica (Rom, Italien): „Die Frau, die britische Premierministerin wird, erinnert an eine andere außergewöhnliche weibliche Führungskraft in Europa: Angela Merkel. Wie Merkel ist Theresa May Tochter eines protestantischen Pastors. Wie Merkel hat sie keine Kinder. Wie Merkel liebt sie den Urlaub in den Bergen. Und wie Merkel ist sie eher pragmatisch als idealistisch, eher konkret als charismatisch.“

Magyar Idök (Budapest, Ungarn): „Die Globalisierung hat Wirtschaftsverflechtungen in einem Ausmaß geschaffen, dass man diese heute nur schwerlich wieder auseinanderklauben kann.

Großbritannien hat nun zwei Jahre, um diese enge Beziehung zur EU neu zu definieren. Obwohl Theresa May den Brexit nicht unterstützt hat, wird sie jene britische Premierministerin sein, der man in den Brüsseler Verhandlungssälen nicht mit Drohungen zu kommen wagen wird.“

 

Le Figaro (Paris, Frankreich): „ Die Europäer mahnen May zur Eile. Werden sie diese Einheit auch in den Verhandlungen wahren? Wenn die Zeit sich in die Länge zieht und die Stunde der Details kommt, droht eine Vertiefung der europäischen Unstimmigkeiten. Der deutsch- französische Motor ist schon weniger zu hören als derjenige eines Elektrofahrrads. Und man sieht bereits, wie Paris gegen Berlin seine Vorstellungen zu einer ,Belebung’ innerhalb der Eurozone vorantreibt, zulasten der Sparpolitik. Theresa May wird mit allen Mitteln versuchen, diese Konflikte wieder anzufachen.“

Neue Zürcher Zeitung (Zürich, Schweiz): „Die neue Regierungschefin erwartet ein schwieriger Einstieg. Denn gerade kurzfristig drohen Großbritannien in der Übergangsphase bis zum EU-Austritt wirtschaftliche Nachteile, die in eine Rezession münden könnten. Hier wird May ihre versprochene Führungsstärke beweisen müssen. Ihr eigentliches Meisterstück aber werden die komplexen Austrittsverhandlungen mit der EU sein, bei denen es in erster Linie einen zentralen gordischen Knoten zu lösen gilt: Bis anhin gilt in Brüssel als Dogma, dass es ohne Personenfreizügigkeit keinen Zugang zum Binnenmarkt geben kann. Hier wartet auf May am ehesten eine ,mission impossible’.“

De Telegraaf (Amsterdam, Niederlande): „Auf den ersten Blick schien  Theresa May eigentlich nicht die geeignete Kandidatin zu sein, bedenkt man, dass sie zum Lager derjenigen gehörte, die für den Verbleib in der EU waren. Das macht sie für die EU allerdings zur akzeptablen Verhandlungspartnerin. Obendrein hatte May zuvor erklärt, das Ergebnis der Volksbefragung akzeptieren zu wollen. Unabhängig davon bringt sie administrative Erfahrung mit, was ihr bei den komplexen Verhandlungen mit der EU zugute kommen wird. Anders gesagt: May könnte sich sehr wohl als die ideale Wahl erweisen, um das tief gespaltene Vereinigte Königreich wieder zur Ruhe zu bringen.“

LN

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