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INTERNATIONALE PRESSESTIMMEN

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Ausschluss – die einzig übrig gebliebene Option Kommentare europäischer Zeitungen zu den Staatsdoping-Vorwürfen gegen Russland: Neue Zürcher Zeitung (Zürich, ...

Ausschluss – die einzig

übrig gebliebene Option

Kommentare europäischer Zeitungen zu den Staatsdoping-Vorwürfen gegen Russland:

Neue Zürcher Zeitung (Zürich, Schweiz): „Die jüngsten Erkenntnisse aus dem russischen Spitzensport legen ein sehr archaisches Denken offen – eines, das zum Treiben der politischen Führung auf internationalem Parkett passt: Hauptsache, Terraingewinne, egal zu welchem Preis. Diese Dreistigkeit der Staatsdoper darf nicht folgenlos bleiben. (...) Zwar würde ein kompletter Ausschluss auch Sportlerinnen und Sportler treffen, die sauber sind, doch der Fall ist so gravierend, dass solche Kollateralschäden in Kauf zu nehmen sind.“

De Telegraaf (Amsterdam, Niederlande): „IOC-Präsident Thomas Bach erklärte, man schrecke von Sanktionen nicht zurück – aber wird das IOC es wagen, eine große Sportnation wie Russland größtenteils von den Spielen auszuschließen? Hoffentlich wird es das. Russland hat den Sport als Vehikel seines Machtdenkens missbraucht und jedes Mittel war recht, um Medaillen zu holen. Wenn jetzt nicht Grenzen gesetzt werden, verlieren die Olympischen Spiele an Glaubwürdigkeit und jede russische Medaille stünde von vorneherein unter Verdacht.“

The Times (London, Großbritannien): „Einigen mag ein totaler Ausschluss auf der Grundlage einer Untersuchung, die nicht jeden einzelnen Athleten erfasste, eine zu harte Maßnahme sein.

Tatsächlich ist es jedoch die einzig übrig gebliebene Option. Auf dem Spiel steht  die Integrität der olympischen Bewegung. (...) Präsident Putin hat gestern erklärt, eine derart drastische Maßnahme wäre „unfair und unzivilisiert“. Wie so oft sprach der russische Führer wie aus einem invertierten Universum. In Wirklichkeit wäre es der Inbegriff von Ungerechtigkeit, einem Team die Teilnahme am Wettbewerb zu erlauben, das von Betrug dominiert wird.“

Die Stunde der

Abrechnung ist gekommen

Meinungen zum gescheiterten Putschversuch in der Türkei:

Pravo (Prag, Tschechien) : „Der Putschversuch sei ein Geschenk Gottes und ermögliche es, die Armee zu säubern. Angesichts dieser Worte des türkischen Präsidenten Erdogan fröstelt es einem.

Übersetzt in die Sprache der Tat bedeutet dies: Die Stunde der Abrechnung ist gekommen. Nun kann der Präsident ohne Skrupel die letzten Reste der Opposition und mögliche Gegner niederschlagen, nicht nur in den Streitkräften, sondern überall. Einen solch weiten Schlag unmittelbar nach einem Putschversuch auszuführen, ist entweder eine Superleistung oder, und so scheint es mehr und mehr, eine lange im Voraus geplante Säuberungsaktion, vergleichbar mit den einstigen Säuberungswellen des sowjetischen Diktators Stalin.“

Dennik N (Bratislava, Slowakei) „Kaum eine Armee hat mit erfolgreichen Regierungsumstürzen solche Erfahrungen wie die türkische. So ein verpatzter Putsch ist weit unter ihrem Niveau. Daher ist es kein Wunder, dass sofort Theorien auftauchten, der Umsturzversuch sei von Präsident Erdogan selbst inszeniert worden, um den verbliebenen Rest an Gegnern und unabhängigen Institutionen im Land zu liquidieren. Die Wahrheit wird wohl in der Mitte liegen: Ein Teil der Armee dachte wirklich, dass sie einen Putsch unternimmt, aber Geheimdienste und präsidententreue Sicherheitskräfte wussten das im Voraus und waren vorbereitet.“

LN

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